Junge Franzosen besuchen Bischöfliche Liebfrauenschule

Von: ran
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Treffpunkt Liebfrauenschule: Im Frühjahr zieht es junge Franzosen an die Inde – im Herbst folgt der Gegenbesuch. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Eine Woche lang bereichern 25 junge Gäste aus dem französischen Carquefou das Bild der Bischöflichen Liebfrauenschule und der Indestadt. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Anne Hervé und Marie-Claire Billy kamen die Schüler der neunten Jahrgangsstufe, deren Heimatort in der Nähe von Nantes liegt, am vergangenen Freitag in Eschweiler an.

Zunächst stand ein Wochenende bei den Gastfamilien auf dem Programm, bevor am Montag die Kaiserstadt Aachen erkundet wurde. „Inklusive Stadtführung und Besuch einer Printenbäckerei“, berichtet Lehrer Lars Sonntag, der gemeinsam mit Kollegin Britta Brech den Schüleraustausch seitens der Liebfrauenschule organisiert.

Seit 2008 bestehen die Kontakte zwischen dem Collège Gérard Philipe und der Bischöflichen Liebfrauenschule. Jeweils kurz vor den Herbstferien machen sich die indestädtischen Schüler auf in Richtung Atlantikküste, unmittelbar vor den Osterferien erfolgt der Gegenbesuch der Franzosen.

„Die Verständigung klappt hervorragend. Unsere Schüler befinden sich in Sachen Französisch im zweiten oder vierten Lernjahr, die Schüler aus Carquefou lernen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache. Und was nicht über Worte funktioniert, geht eben mit Händen und Füßen“, schmunzelt Britta Brech.

Nach der Akklimatisierung in den Gastfamilien am Wochenende und dem Besuch in Aachen, wo auch Karl der Große als verbindendes Element zwischen Frankreich und Deutschland Thema war, nahmen die französischen Schüler am Dienstag am Unterricht in der Liebfrauenschule teil. Die Domstadt Köln, in der nicht nur, aber auch der Besuch des Schokoladen-Museums sowie der Hohen Straße Höhepunkte darstellten, stand am Mittwoch im Mittelpunkt.

Und gibt es große kulturelle Unterschiede? „Nicht sehr gravierende, aber kleine Unterschiede sind schon vorhanden. Unsere Schüler wundern sich darüber, aus wie vielen Gängen ein französisches Mahl besteht. Unsere französischen Gäste zeigen sich dagegen überrascht, weil in Deutschland alles auf einmal auf den Tisch kommt“, hat Britta Brech festgestellt. Und Lars Sonntag ergänzt: „Die Schüler aus Frankreich sind durchaus strengere Schulregeln gewohnt.“

Bevor es am Freitagmorgen einen womöglich tränenreichen Abschied gibt, werden die französischen und deutschen Schüler am Donnerstag noch einmal Eschweiler unsicher machen.

Und wie geht es weiter? „Immer wieder entstehen aus den Austauschen auch langjährige Freundschaften. In der Vergangenheit haben Schüler nach diesen Kurzbesuchen auch an langfristigeren Austauschprogrammen teilgenommen. Und während der Abiturfeier im vergangenen Jahr hatte eine Abiturientin eine französische Freundin, die sie durch den Austausch der beiden Schulen kennengelernt hatte, zu Gast“, blicken Britta Brech und Lars Sonntag gleichzeitig zurück und hoffnungsfroh nach vorne. Auf ein baldiges Wiedersehen!

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