Eschweiler - Jugendtag macht Mut für Europa

Jugendtag macht Mut für Europa

Von: ran
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Sie entwickelten beim „jugendtag” in Dresden Zukunftsvisionen für Europa: Die Teilnehmer des Workshops „Internationales” mit der Eschweiler Workshopleiterin Annelene Adolphs (rechts).

Eschweiler. Der Anruf bei Peter Schöner, Vorsitzender des Europavereins „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft” (GPB), erfolgte an Weiberfastnacht. Der Kongressleiter des „jugendtages”, der vom 27. Februar bis zum 1. März in Dresden stattfinden sollte, sei erkrankt.

Durch das Internet seien die Verantwortlichen um Organisator Marco Feldmann, Vorsitzender der „Jugendinitiative Demokratie”, auf die GPB aufmerksam geworden. Und nun lautete die Frage, ob nicht Peter Schöner die Leitung des Jugendtages übernehmen könne.

Nach kurzer Überlegung sagte der GPB-Vorsitzende zu. Was folgte, war eine Woche intensiver Vorbereitung, bevor sich Peter Schöner, unterstützt durch die GPB-Geschäftsführerin Annelene Adolphs, aufmachte in Richtung Sachsen.

„Es war genau die richtige Entscheidung”, lautet das Fazit des kurzfristig eingesprungenen Kongressleiters nach seiner Rückkehr in die Indestadt. „Es gibt junge Menschen, die sich für Politik interessieren und bereit sind, sich zu engagieren”, so die Bilanz.

Umwelt und Energie, Kinder und Bildung, Extremismus und Gewalt, Internationales sowie Integration/Migration lauteten die Themen, mit denen sich die rund 200 Jugendlichen im Alter von 14 bis 22 Jahren in Workshops beschäftigten. Dabei wurde vielfach kontrovers diskutiert. So etwa beim Thema „NPD-Verbot”.

Dafür spräche sowohl die Verfassungswidrigkeit der Partei als auch die Normalität, die die Legalität der NPD vermittle, wodurch die Gefahr der Verharmlosung von Rassismus bestehe. Andererseits könnte ein Verbot sogar zu einer Attraktivitätssteigerung der Partei nach dem Motto „Jetzt erst recht!” sowie zu einem Kontrollverlust der Regierung über die Vorgänge in der rechtsextremen Szene führen.

Die Teilnehmer am Workshop „Internationales”, den Annelene Adolphs leitete, sprachen sich einstimmig gegen die Bildung der „Vereinigten Staaten von Europa” aus, plädierten aber für eine starke Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union. Zum Abschluss des dreitägigen „Jugendtages”, der in diesem Jahr erstmals stattfand, übergaben die jugendlichen Teilnehmer ein Abschlusspapier an Horst Wehner, den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Familie, Frauen und Jugend im sächsischen Landtag.

Eine zweite Auflage eines Jugendtages, dessen Premiere mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm „Jugend in Aktion” finanziert wurde, ist angedacht. „Möglicherweise in Nordrhein-Westfalen”, blickt Peter Schöner nach vorne. Doch dies sei noch Zukunftsmusik, so der GPB-Vorsitzende, der sich über die Kontaktaufnahme seitens der „Jugendinitiative Demokratie” sehr freut. „Scheinbar ist unsere Internetseite lesenswert.” Wer sich davon überzeugen möchte, kann dies unter http://www.gpb-europaverein.de tun.
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