Jugendliche üben zwölf Stunden für den Ernstfall

Von: thd
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Zwölfstundenschicht: Die Juge
Zwölfstundenschicht: Die Jugendfeuerwehr aus Stadtmitte und Bohl üben den Ernstfall. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Notruf. Alles muss schnell gehen. Bekannt ist: Es ist ein Containerbrand, und es gibt eine vermisste Person. Alles muss sehr schnell gehen. Rauch quillt aus dem Container, und Menschen liegen auf dem Boden.

Zum Glück gehen die Löscharbeiten problemlos voran. Keinem ist etwas passiert. Bei einem Ernstfall kommt es auf jede Sekunde an. Jeder Handgriff muss sitzen. Damit die Jugendfeuerwehr aus Stadtmitte und Bohl irgendwann in einem solchen Ernstfall die Kontrolle behält, üben die Zehn- bis 17-Jährigen Einsätze wie diesen regelmäßig.

Die Containerübung am Dom 2000 war die erste von vielen Prüfungen. Im Verlauf der Zwölfstundenschicht löschten die Jugendlichen einen Brand im Bergrather Hof, einen Scheunenbrand, der von Kindern ausgelöst wurde, und einen Lagerbrand am Zentrum eines großen Discountmarktes. Nebenbei halfen sie bei einem Verkehrsunfall, räumten Bäume weg, die eine Fahrbahn blockierten, und beseitigten eine Ölspur.

Einmal in der Woche üben die Jugendlichen bereits Einsätze. Die Schicht von 10 bis 22 Uhr sollte ihnen dagegen zeigen, wie ein Berufsalltag wirklich aussieht. „Normalerweise dauern diese Übungen 24 Stunden. Da die Bauarbeiten in der Turnhalle neben dem Gerätehaus noch nicht beendet sind, hatten wir aber keine Schlafplätze und mussten somit verkürzen”, erklärte Jugendwart Michael Klotz. Um den Berufsalltag möglichst nahe zu bringen, gehörte zu der Übung auch ein gemeinsames Frühstück sowie Mittagessen mit anschließendem Spülen.

„Wir müssen uns auch ganz herzlich bei allen Eigentümern bedanken, dass wir die Plätze nutzen durften. Das ist leider nicht mehr selbstverständlich”, betonte Marie-Luise Göldner, Jugendwartin aus Stadtmitte. Neben solchen Übungen und den wöchentlichen Treffen fahren die Jugendlichen auch regelmäßig in ein Zeltlager. Weitere Jugendliche sind bei der Feuerwehr jederzeit gerne gesehen.
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