Jugendhilfeausschuss: Geld für Aufbau der Familienpatenschaften

Von: ran
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Im Rahmen des Netzwerks „Flügelschlag“ soll es künftig Familienpaten geben, die Familien und vor allem die Kinder ehrenamtlich unterstützen. Foto: stock/imagebroker

Eschweiler. Innerhalb des Eschweiler Netzwerkes „Flügelschlag – Starke Kinder an der Inde“ wurde die Projektidee von Familienpatenschaften entwickelt. Die Verantwortlichen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) erarbeiteten ein Konzept, das im vergangenen September während einer Veranstaltung im Rathaus zur Diskussion stand.

Ziele der Familienpatenschaften sollen unter anderem sein, Instrumente der Armutsvorbeugung sowie Ergänzungen zu „Frühen Hilfen“ darzustellen. Dem Antrag des SkF auf Bezuschussung des Projekts wurde nun von den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses einstimmig zugestimmt.

Die Kommunalpolitiker beschlossen, anteilige Mittel der Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ von jährlich 9335,06 Euro dem Sozialdienst katholischer Frauen für die Jahre 2014 und 2015 zur Verfügung zu stellen.

Das Konzept sieht vor, dass ehrenamtliche Paten Familien in deren Alltag begleiten, den Eltern als Ansprechpartnern zur Verfügung stehen und Anregungen zu Erziehungsfragen geben. Dabei „schenken“ sie Freizeit und unterstützen Familien in deren Entwicklungsaufgaben.

Allerdings sollen die Paten keinen Ersatz für ambulante Hilfen zur Erziehung oder anderen professionellen Hilfsleistungen bilden. Vielmehr sollen sie frühzeitig und niedrigschwellig Familien, Eltern und Kindern unter die Arme greifen und damit entlasten.

Als Voraussetzung für das Projekt sieht das Konzept vor, dass die ehrenamtlichen Paten von einer hauptamtlichen Ansprechpartnerin geschult und betreut werden. Diese Hauptamtlerin soll zudem verantwortlich für die Gesamtkoordination des Dienstes sein, als Ansprechpartnerin für die Familien fungieren und bei Bedarf den Kontakt zu weiterführenden Hilfen herstellen.

Die Verantwortlichen des SkF gehen von Personalkosten in Höhe von 25 100 Euro für eine Fachkraft der sozialen Arbeit mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent aus und haben parallel zum Antrag auf Bezuschussung seitens der Stadt einen weiteren Antrag beim eigenen Spitzenverband, dem Caritasverband Aachen, gestellt.

Mariethres Kaleß äußerte sich als Vorsitzende des Eschweiler Kinderschutzbundes während der Sitzung des Jugendhilfeausschusses äußerst positiv zum Projekt und zur Entscheidung, dieses finanziell zu unterstützen: „Die Idee der Familienpatenschaften ist ein frühes Ergebnis der Arbeit des Netzwerkes ‚Flügelschlag – Starke Kinder an der Inde‘. Dabei liegt der Fokus eindeutig darauf, die Kinderarmut zu verringern. Alles, was Familien und Kindern hilft, ist richtig.“

Pfarrer Josef Wienand wies zudem ausdrücklich darauf hin, wie wichtig die Begleitung dieses neuen Projekts durch die Stadt sei: „Allein mit dem Beschluss, einen Zuschuss zu gewähren, ist es nicht getan.“

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