Jugendheim erhält viel Lob, aber zunächst kein Geld

Von: pan
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Eschweiler. Das Jugendheim St. Peter und Paul muss weiter auf auf 12.000 Euro als Zuschuss für eine zweite sozialpädagogische Fachkraft warten.

Ob sie überhaupt jemals fließen werden, bleibt allerdings offen. Alle Parteien im Stadtrat sind sich einig, dass der Zuschuss gut investiert sei, allerdings fehlt es der Stadt an Geld.

Im Juli hat sich die katholische Pfarrgemeinde an die Stadt gewandt und ausführlich erläutert, was mit dem Geld geschehen soll. Die Arbeit im Jugendheim ist breit gestreut: So greift seit Jahren ein Ehrenamtskonzept, in dem Jugendliche selbst den Alltag in der Einrichtung mitgestalten.

Nicht nur die unmittelbare Nähe zum Städtischen Gymnasium führt zu Vernetzungen, seit einiger Zeit besteht auch eine Kooperation mit der Realschule Patternhof. Mit dem Geld soll eine weitere Fachkraft eingestellt werden, um die Aufgaben zu meistern. Das Bistum hat signalisiert, sich dauerhaft finanziell zu beteiligen, sollte die Stadt den Zuschuss gewähren.

Im Antrag schreibt Einrichtungsleiter Frank Berndt: „Aachen beschäftigt in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft 33 Fachkräfte nur für die offene Jugendarbeit. In Eschweiler mit 56 000 Einwohnern sind es zwei! Zusätzlich sind zwei mobile Jugendarbeiter im Einsatz.” Sein Fazit: „Die Stadt Aachen misst der Jugendarbeit, trotzt freiwilliger Leistung, eine deutlich höhere Bedeutung zu.”

Auf die finanzielle Situation der Stadt berief sich Kämmerer Manfred Knollmann: Bei aller Zustimmung für den Inhalt des Antrages, müsse man in jedem Fall eine Kompensation im Haushalt finden, so der Beigeordnete. Will sagen: Es muss an anderer Stelle gestrichen werden.

Achim Schyns, der für die SPD-Mehrheit sprach, scheut genau diesen Weg und hofft auf Fördermittel und Zuschüsse. Maria Mund (CDU), Erich Spies (UWG) und Volker Willms (FDP) wollen Wege suchen, im Haushalt die 12 000 Euro aufbringen zu können. Darum vertagten die Kommunalpolitiker die Entscheidung. Der Antrag des Jugendheims soll im Rahmen der Etatberatungen für das Jahr 2013 erneut im Rathaus besprochen werden.
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