Jugendarbeiter Oli Krings widmet sich neuen Aufgaben

Von: mic
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Ein Mann, der immer gute Ideen hatte und großen Einsatz zeigte: Oliver Krings (3.v.l.) verabschiedete sich von seinen Kollegen. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Im September 2003 trat ein junger Mann, frisch von der Uni, eine Stelle beim Eschweiler Jugendamt an, die es so noch nicht gegeben hatte. Mobile Jugendarbeit war damals Neuland, heute ist sie eine Eschweiler „Marke” und Vorbild für andere Städte. Der junge Mann von damals ist gereift und sucht nun neue Herausforderungen.

Diese Woche beginnt Oliver Krings seinen Dienst beim Jugendamt Herzogenrath.

Gleich zweimal stand der Jugendarbeiter jetzt im Mittelpunkt. Einer kleinen Abschiedsfeier im Rathaus mit seinen Kollegen vom Jugendamt folgte am Abend eine weitere im Kinder- und Jugendtreff Oase. Hierhin hatten sein langjähriger Vorgesetzter und „Lehrmeister” Franz Joseph Schroeder und jener Kollege, der vor Jahren als zweiter Mobiler Jugendarbeiter dazugekommen war, eingeladen: Olaf Tümmeler.

In lockerer Runde sollten jene, die die Mobile Jugendarbeit seit Jahren unterstützen, die Gelegenheit bekommen, Tschüss zu sagen: Vertreter aus der Wirtschaft und von Firmen wie etwa „low-tec”, die Fraktionen, die Stadtverwaltung und viele weitere, die am Netz der Jugendarbeit in Eschweiler mitknüpfen - wie Stadtjugendring oder die Jugendheime.

Oliver Krings tritt am 1. März seine Stelle als Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendförderung in Herzogenrath an. In dieser Funktion war Franz Joseph Schroeder in Eschweiler sein direkter Dienstvorgesetzter. Er habe selten einen Kollegen erlebt, meinte Schroeder am Donnerstag, der sein Arbeitsgebiet so schnell erschlossen und konzipiert habe wie Oli Krings.

Dieser habe es immer verstanden, die Politik und die Kollegen der Verwaltung für seine Ideen und seinen Einsatz zu gewinnen, aber - nicht minder wichtig - auch Wirtschaft und Handel als Partner der Mobilen Jugendarbeit. „Dass er geht, trifft vor allem mich”, sagte Schroeder mit einem Augenzwinkern. „Denn ich habe fast jeden Tag mit ihm zusammengearbeitet und er hat mir viel Arbeit abgenommen.”

Auch Olaf Tümmeler, der die Aufgaben seines Kollegen übernimmt und gemeinsam mit Nicole Hillemacher die Mobile Jugendarbeit in Eschweiler weiterentwickeln will, lobte Oliver Krings und dankte ihm für die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit: „Oli hat mir viel Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben.” Jugendamtsleiter Heinz Kaldenbach nannte Krings einen Kollegen, der immer gute Ideen gehabt und großen Einsatz gezeigt habe, dabei aber bodenständig geblieben sei. „Es hat Spaß gemacht, mit Dir zusammenzuarbeiten.”

Der allseits Gelobte machte am Donnerstag keinen Hehl daraus, dass er aufgeregt war. „Ich gehe schweren Herzens”, sagte er mit leicht gebrochener Stimme. Im Namen der Jugendlichen dankte er allen, die seine Arbeit in den Jahren begleitet und unterstützt haben, nicht zuletzt dem Jugendhilfeausschuss. „Das ging alles nur, weil auch alle mitgemacht haben.” Dennoch hob er einen hervor: „Franz, Du hast mir in vielen Dingen den Rücken freigehalten, mir aber auch das kalte Becken gelassen, in dem ich Schwimmen lernen konnte.”

Und den Kollegen, die die Mobile Jugendarbeit fortführen werden, wünschte er, „dass Olaf und Nicole die gleiche Unterstützung erfahren wie ich in der Vergangenheit”. Sein Fazit: „Es war schön.”

Schön war auch die kleine Feier im Partyraum der Oase, den die frühere, langjährige Leiterin des Treffs, Edith Platau, geschmackvoll mit rotem Tuch und Kerzen dekoriert hatte.

Neben einigen Präsenten, darunter ein dicker Aktenordner mit Zeitungsartikeln über die Mobile Jugendarbeit, warteten auf Oliver Krings weitere Überraschungen. Zum einen griff Robert Wagner, Fachbereichsleiter im Haus St. Josef, zur Gitarre und trug zwei selbstverfasste Stücke (plus Zugabe) über den scheidenden Jugendarbeiter vor.

Zum anderen hatte die Mädchengruppe des Oase-Teams um Rita Szabo einen Karnevalstanz einstudiert, den sie - quasi als Generalprobe für die gestrige Kinderparty - am Donnerstag aufführte. Alle klatschten zur Musik mit, und natürlich auch Oli Krings, dem anzusehen war, dass er sich in diesem Kreis seiner langjährigen Weggefährten wie zuhause fühlte.
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