„Jugend rockt”: Zu „Pokerface” pogt die Meute im Talbahnhof

Von: nik
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Eschweiler. „Jugend rockt” hieß es jetzt wieder im Talbahnhof. Vier Nachwuchsbands, die sich unterschiedlichen Stilen verschrieben haben, rockten buchstäblich die Kulturgaststätte der Indestadt.

Unter ihnen auch eine lokale Band, Carthago Archetype. Sänger und Gitarrist Fabian Kamp organisierte mit seinem Bruder das musikalische Zusammentreffen.

Dritte Auflage

Schon zum dritten Mal fand nun das Festival unter dem Motto „Jugend rockt” statt. „Ich freue mich immer wieder, dass wir mit unterschiedlichen Bands einen Konzertabend ins Leben rufen können. So bleibt es abwechslungsreich und es ist für jeden was dabei”, erklärt der Aachener Student.

Das spiegelte sich auch im Verlauf des gesamten Abends wider. Der Aachener Eröffnungs-Act „A drop in the ocean” überzeugte in diesem Zusammenhang mit zwei E-Gitarren, Bass, Schlagzeug und Leadgesang. Mit ihren Aachener Fans im Schlepptau verwandelten die jungen Musiker die Tanzfläche in ein Football-Spielfeld.

Beim so genannten Pogen rempeln sich die Musikbegeisterten auf spielerische und tänzerische Art und Weise zu den „Hardcore-Mosh-Metal”-Klängen gegenseitig an und leben so die Philosophie der Musikrichtung aus. Zum Abschluss ihres Auftritts gaben sie einen Klassiker aus einer ursprünglich ganz anderen Musikrichtung zum Besten: Sie verwandeln Lady Gagas „Pokerface” in einen Hardcore-Song und lassen mit verzerrten Gitarren und rauem Gesang die Boxen vibrieren.

Bei Carthago Archetype, dem zweiten Act des Abends, ging es ein bisschen ruhiger zu. Der emotional angehauchte „Hero-Indie-Rock” erlaubt es dem Zuhörer, in die Tiefen der Musik einzutauchen. Nach einem symbolischen „High-Five” unter den Bandmitgliedern beginnen die Lokalmusiker ihr Konzert.

Mit zwei E-Gitarren, einem Bass und Schlagzeug beweisen sie ihre Fähigkeiten auf der Bühne und begeben sich für das Publikum an die Grenzen ihrer Instrumente. Auf Songs wie „Last we forget” oder „The sun” antworten die Fans mit enthusiastischem „Headbanging”, das heißt: mit einem zum Takt passenden Kopfnicken, wobei auch gerne mal gesprungen wird und man die Haare flattern lässt.

Der dritte Act, City Light Thief, aus Grevenbroich verwandelte die Tanzfläche in die Bühne. Schon auf dem Flyer als „Grevenbroicher Energiebündel” angekündigt, machen sie ihrem Image alle Ehre. Springend und spielend bewegen sie sich mit ihren Instrumenten zu ihrer Musik und der Sänger mischt sich dabei unters Publikum. Mit Tambourin und teils dreistimmigen Gesang schmücken sie ihre Songs gekonnt aus und verkörpern den Charakter einer absoluten Liveband.

Schließlich der vierte und letzte Act des Abends, 2 Times Wasted. Die Ska-Punk Band aus dem Westerwald die schon häufiger mit Carthago Archetype und „A drop in the ocean” aufgetreten ist, sorgen für einen ungezwungenen Ausklang des kleinen Festivals. Zwei Trompeten, Gitarren, ein Bass, Schlagzeug und Gesang erzeugen Tanzstimmung mit rockigem Unterton.

Am 21. Mai in Aachen

„Ich finde es gut, Bands von außerhalb die Möglichkeit zu geben, sich in unserer Region bekannt zu machen”, erzählt Fabian Kamp am Ende. Schon in der Vergangenheit organisierte der Gitarrist und Sänger Auftritte, Gigs und kleine Festivals. Dabei war der Abend im Talbahnhof ein gutes Beispiel für den überregionalen Austausch von Nachwuchskünstlern. Am 21. Mai spielt Carthago Archetype im Wild Rover in Aachen ab 20 Uhr.
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