Jubiläum: Eschweiler Turnverein feiert ein großes Fest

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Mit Schwung und einem gehörigen Schuss artistischer Körperbeherrschung bei der Sache: Ein Team nach dem anderen dokumentierte bei der 150-Jahr-Feier des Eschweiler Turnvereins im Talbahnhof die vielen Facetten ihrer Könnerschaft. Foto: Christoph Hahn
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Ehrenbrief für eine verdiente Turnerin: Ute Jerzynski, Vorsitzende des Eschweiler Turnvereins, nahm bei der Gala zum 150-jährigen Bestehens von Holger Müller (rechts), dem Vorsitzenden des Rheinischen Turnerbundes, und Wilfried Braunsdorf, dem Vorsitzenden des Turngaus Aachen, die ranghohe Auszeichnung entgegen. Foto: Christoph Hahn
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Immer mit verschmitztem Humor bei der Sache: Hans-Josef Bülles, stellvertretender Vorsitzender des ETV, führte durch die Gala im Talbahnhof. Foto: Christoph Hahn

Eschweiler. Da war Talbahnhof-Chef Walter Danz mit Sicherheit ziemlich neidisch: Bei der Gala zum 150-jährigen Bestehen des Eschweiler Turnvereins (ETV) drängten sich im schmucken Saal der Indestädter Kulturstation am Sonntagmittag noch mehr Gäste als bei jedem der vielen kulturellen Glanzlichter, Gastspiele von gaanz prominenten Künstlern inbegriffen.

Denn wenn Eschweilers mit rund 250 Mitgliedern größter Sportclub zum Beisammensein bittet, dann ist das von großem Interesse und die Bürger lassen sich nicht lange bitten. Den Anlass selbst kleidete die Vorsitzende Ute Jerzynski mit verschmitztem Humor und fast schon britischem Understatement zu Beginn der Gala in Worte: „Wir haben da was zu feiern.“

Für Hans-Josef Bülles, den Vizechef des ETV, in Personalunion Organisator und Maitre de plaisir der gesamten Jubiläumsfeierlichkeiten, gab es jedoch noch mindestens einen weiteren Anlass zur Freude: Ein Mitglied war eigens aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok angereist, nur um in der alten Heimat dem geliebten Verein zu dessen runden und überaus gewichtigen Geburtstag zu gratulieren.

Gratulanten gab es am Montag viele, darunter auch eine Reihe von richtig prominenten Leuten. Doch daneben feierten sich die Ausrichter mit Recht und immer neuem Schwung selber – in Person von denen, die im Wettbewerben wie im Übungsbetrieb für den ETV alle Ehre einlegen. Eine Truppe nach der anderen marschierte mit einer schwungvollen bis fetzigen Show im Gepäck auf.

Die Riege der Turnerinnen, die Jazzdancerinnen, die Mitglieder der „Rundum-Fitness-Gruppe“ und die vereinseigene Showtanzgruppe „Mystic“: Alle waren sie da und zeigten mit Vorführungen am Rande des Artistischen, auf welchem hohen Niveau sich die Jubilare bewegen.

Das pralle Leben pur: Diese Energie zog ein ums andere Mal die Zuschauer in ihren Bann. Immer wieder aufbrandender Applaus bekundete die Sympathie des Publikums treffender als tausend Worte und trug die Künstler wie auf Händen. Und das galt im Übrigen auch für die Delegation der Jugendmusikschule unter der Leitung von Michael Mordant, die die Gala-Gäste auf Xylophon und anderen Schlagwerk-Instrumenten ein ums andere Mal mit melodischen Leckerbissen unterhielt.

Ehrungen gab es beim Fest der langjährig treuen und der etwas jüngeren Mitglieder natürlich auch – stets aufs Neue eine Überraschung für die ausgezeichneten ETV-Aktiven. So wurde Waltraud Regiment unter allgemeinem Jubel zum neuen Ehrenmitglied ernannt, entsprechende Urkunden natürlich inbegriffen. Ausgesprochen warmherzig gestaltete Hans-Josef Bülles die Verabschiedung von Jazzdance-Chefin Angela Stojanowski.

„Stellvertretend für Viele“ zeichneten Bülles und Ute Jerzynski zudem Übungsleiterin Sandra Serafimowski aus. Goldene Ehrennadeln gab es zudem für Christina Gallus, Melanie Dohmen, Marion Breuer, Helmut Förster und Peter Breuer. Stellvertretend für alle Mitglieder nahm Ute Jerzynski außerdem die begehrte Jahn-Medaille in Empfang. Den Ehrenbrief des Deutschen Turnerbundes (DTB) erhielt die vielfach engagierte Sportlerin zum Dank für ihren unermüdlichen Einsatz auf diversen Ebenen.

Den hohen Stellenwert der Eschweiler Turner bekundeten auch die zahlreichen Redner bei der Gala. So attestierte Bürgermeister Rudi Bertram den Jubilaren: „Der ETV hat in Eschweiler Geschichte geschrieben.“ Eine eindeutige Absage erteilte der Chef im Rathaus jeder Rotstift-Politik: „Wenn wir weiterhin an solchen Dingen sparen, geht auch ein gesellschaftlicher Zusammenhang verloren.“

Mit Präsident Holger Müller und dessen Stellvertreter Alexej Kessler gratulierten darüber hinaus die ranghöchsten Vertreter des Rheinischen Turnerbundes angereist. Günther Kuckelkorn, Chef des Regio-Sportbundes, feierte in seiner Ansprache das Ehrenamt, während Wilfried Braunsdorf als Repräsentant des Turngaus Aachen den Verein als „sozialen Raum“ charakterisierte, in dem die „bürgerlich-demokratische Einsatzbereitschaft“ mit Leben erfüllt werde.

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