Joachim Peters: Tiefe Einblicke in ein Leben voller Musik

Von: nik
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Große Komponisten als Folie für Lyrik der Gegenwart: Joachim Peters bei seiner zweiten Lesung „Ein Leben voller Musik” im Culture Café. Foto: Niklas Sous

Eschweiler. „Vom Klejbors zur Klassik” hieß eines der Gedichte bei Joachim Peters Lesung „Ein Leben voller Musik” im Culture Café. Schon fast wäre es ein ganz normaler verregneter Abend in der Indestadt geblieben, wenn der Mitarbeiter unserer Zeitung nicht zu seiner spannenden lyrischen Zeitreise durch Außen- und Innenwelten eingeladen hätte.

Nach einer Hymne an die Musik von Jean Paul, „O Musik”, läutet der Musikbegeisterte seine eigenen Gedichte mit den Klängen eines für ihn ganz besonderen Komponisten ein, Franz Schubert.

Bei gemütlicher Atmosphäre trägt der Historiker selbst geschriebene Gedichte über Weisheiten des Lebens, seine eigene Vita und den Bezug zur Musik vor. Dabei beleuchet er nicht zuletzt verschiedene Instrumente, ihre Wirkung und welche Bedeutung sie für ihn haben.

„In meinen Gedichten gehe ich in das Innere meiner Gefühle und biete den dort entdeckten Kern meinen Zuhörern an”, erklärt er nach seiner Lesung. Nachdem er im zweiten Teil seiner lyrischen Reise auf Richard Wagner eingegangen ist, wird klar, dass Joachim Peters und sein Bezug zur Musik stark von dieser Persönlichkeit geprägt wurden. Denn für ihn ist die Musik des Komponisten nicht von geschichtlichen Ereignissen zu trennen. „Schon seit 25 Jahren begleitet mich Wagners Musik”, verrät er später.

Sein zweigeteilter Vortrag ist auch in sich nahtlos miteinander verbunden. Die im ersten Teil nach außen gekehrten Gedanken über die eigene Biographie erlauben es, sich ein Bild über die gesammelten Eindrücke und Einflüsse seiner Vergangenheit zu machen. Dazu gehören nicht zuletzt nur die ersten Berührungspunkte mit der Musik durch die Blockflöte und den Kinderchor, sondern auch die Zeit als Abiturient, das Musizieren in der Pubertät, sein historisch wertvolles Cello und schließlich die Erfahrungen in einem großen Orchester als Bestandteil eines Ensembles.

Die Schlüsse, die Joachim Peters aus diesen Erfahrungen gezogen hat, werden im zweiten Teil seiner Lesung mehr als deutlich: Musik ist der Mittelpunkt seines Lebens und Quelle seiner Inspiration. Somit zeichnen sich wie in Wagners Kompositionen Höhen und Tiefen des Lebens wie auch tiefsitzende Emotionen in der Lyrik des kreativen Journalisten ab.

Zum Abschluss seiner Reise durch die Außen- und Innenwelten seines Lebens spielt er Richard Wagners großes Werk „Ring der Nibelungen” an, der gesamte Saal lauscht gefasst. „Diese geniale Musik sagt so viel aus, dass weitere Worte überflüssig sind”, bemerkt er im Anschluss und schließt die Lesung - natürlich mit einem offenen Ende.
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