Jimis Klassikerin jazziger Verpackung

Von: thd
Letzte Aktualisierung:
The Big Bandits und Andrea Por
The Big Bandits und Andrea Porten begeisterten einen ganzen Abend mit den Hits von Jimi Hendrix auf individuelle Art. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. „Ich möchte eine Big Band haben, eine Big Band mit kompetenten Musikern, die ich leiten und für die ich schreiben kann.” Diese Worte sprach der vom Rolling Stone Magazine gekürte „Beste Gitarrist der Welt” in seinem letzten Interview.

Jimi Hendrix plante ein Projekt mit dem Gil-Evans-Orchestra, starb allerdings eine Woche vor Probenbeginn. Seine Klänge hallen aber bis heute in den Ohren nachfolgender Generationen. „Um etwas Neid aufkommen zu lassen: Ich habe ihn in London noch live gesehen”, prahlte Werner Hüsgen, der Dirigent der Big Bandits, die am Samstag mit „The Jimi Hendrix Big Band Experience” im Talbahnhof mit Jazz- und Hendrix-Fans in ein einzigartiges Musikabenteuer eintauchten.

Seit über zwanzig Jahren verkörpern die Big Bandits klassischen Big-Band-Sound und begeistern regelmäßig mit swingenden Nummern und bestechenden Rhythmen bei vielen Konzerten in der Region. Die Arrangements für „The Jimi Hendrix Big Band Experience” schrieben Werner Hüsgen und Bernd Lechtenfeld. Teils nach Vorlagen von Gil Evans wurden die Hendrix-Originale für den Klangkörper Big Band neu orchestriert und in die Jetzt-Zeit transformiert. „Die frenetischen Hendrix-Fans müssen sich an einigen Stellen wahrscheinlich etwas umgewöhnen, da wir den Originalen den Jazz-Sound aufgesetzt haben, und die Stücke teils sehr verändert sind”, erklärte Werner Hüsgen vor dem Konzert.

Die andere Klangfarbe stach beim ersten Ton der Big Bandits sofort heraus und zog die Zuschauer in ihren Bann. Andrea Porten, als herausragende Solistin des Abends, trug dazu einen großen Teil bei. Im Laufe des Abends konnte sich jeder Musiker solo mit seinem Instrument beweisen. Matthias S tucken, Vibrafon, und Jan Doveren, Gitarre, fügten sich ebenfalls in das Orchester ein und begeisterten mit vielen Solostellen.

Mit einem Zusammenschnitt aus „Crosstown” und „Little Ms. Love” begann der große Hendrix-Abend und versprach jeden Klassiker. „Angel” und „Up to the skies” folgten, sowie das meist gecoverte „Red House”. „Voodoo Childs”, „Gypsy Eyes” und „Hey Joe” komplettierten das erste Set.

Nach einer kurzen Pause ging es ebenso jazzig weiter mit „Little Wing”, „Fire” und „If 6 was 9”, das die Big Band nur instrumental interpretierten. „Foxy Lady”, „The Wind cries Mary” und „Manic Depression” schlossen das zweite Set ab. Um eine Zugabe kamen die Big Bandits natürlich nicht herum und begeisterten noch einmal mit „Crosstown” und „Little Miss Lover”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert