Eschweiler - Jetzt sind Ideen nördlich der Inde gefragt

Jetzt sind Ideen nördlich der Inde gefragt

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Viele Häuser stehen leer: Die blaumarkierten Flächen zeigen, welche Immobilie im Norden der City derzeit nicht genutzt wird. Fotos: Patrick Nowicki/Grafik: Hans-Gerd Claßen Foto: Patrick Nowicki/Grafik: Hans-Gerd Claßen

Eschweiler. So frühzeitig wurden Bürger wohl noch nie eingebunden: Vor dem ersten Bleistiftstrich eines Stadtplaners haben die Indestädter bei der Sanierung der nördlichen Innenstadt das Wort. Sie können Ideen entwickeln und diese der Stadtverwaltung bis zum Jahreswechsel mitteilen.

Erste Gelegenheit besteht dazu am kommenden Donnerstag, 8. Oktober, im Ratssaal (18 Uhr). Der Technische Beigeordnete Hermann Gödde betritt mit seinem Team Neuland: „Eine so frühe Beteiligung hat es noch nie gegeben. Wir sind selbst gespannt, welche Ideen die Bürger für die nördliche Innenstadt entwickeln”, so der Dezernent.

Nördlich der Inde präsentiert sich das Aufgabenpaket ungleich komplexer als noch im Süden. Zwar spielen Handel und Gastronomie ebenfalls eine große Rolle, aber dort befinden sich auch große Freiflächen und viele sogenannte Wohnquartiere. Dass die Stadt unmittelbar nach der Sanierung der Rosenallee auch jenseits der Inde die Arbeiten fortsetzen will, hat viele Gründe.

Bereits seit Jahren bereitet die Schnellengasse den Stadtvätern Sorgen. Auch Gödde weiß um die Grenzen seiner Möglichkeiten, denn die Stadt ist nicht Eigentümerin der Immobilien.

Ähnliche Hürden sind im City-Center zu meistern, das zu mehreren großen Unternehmen gehört. Mit Sitz in Frankfurt am Main, Berlin und London. Aber auch dort will Hermann Gödde den Gesprächsfaden aufnehmen und Initiative ergreifen.

Die Leerstände im Norden der Innenstand nehmen inzwischen dramatische Ausmaße an. Anders als südlich der Inde sollen die Bürger stärker im Prozess eingebunden werden.

Die Kommunalpolitiker müssen dann spätestens im Juli entscheiden, welche Lösungen sie favorisieren: Bis zum 31. Juli des nächsten Jahres müssen die Förderanträge beim Regierungspräsidenten vorliegen. Die Stadt erhofft sich nämlich finanzielle Unterstützung vom Land.

Im Jahr 2011 soll es dann im Norden des Stadtzentrums losgehen.
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