„JesusART“: Jugendliche gestalten ökunemischen Kreuzweg

Von: cheb
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Der Jugendmesskreis St. Bonifatius verglich den Kreuzweg mit modernen Themen, die Jugendliche auch direkt ansprechen. Foto: Christian Ebener

Eschweiler-Dürwiß. „Das Leiden eines Menschen als Kunst?“ Dies war nur eine von vielen Fragen, die der Jugendmesskreis (JuMeK) St. Bonifatius Dürwiß den zahlreichen Besuchern beim ökumenischen Kreuzweg der Jugend am Freitagabend stellte. Entsprechend auch das bewusst zweisprachig gewählte Motto: „JesusART“.

Mit viel Detailarbeit, Audio- und Musikbeiträgen führten die 15 Jugendlichen die Gäste entlang der sieben Stationen des Kreuzweges. Sie planten den Kreuzweg in Alleinregie und wurden dabei unterstützt von Diakon Günter Schiffeler, der dem JuMeK ein großes Kompliment für die gelungene Durchführung aussprach.

Der Kreuzweg geht entlang der Stationen der Kreuzigung Jesus Christus. Von seiner Verurteilung bis zu seinem Tod verglichen die Jugendlichen die Themen aus der Bibel mit aktuellen Problematiken. Dabei wollten sie besonders junge Menschen ansprechen, aber auch für ältere Besucher stellte der Kreuzweg einen interessanten, neuen Zugang zu den biblischen Themen dar.

Das Thema „JesusART“ war dabei sowohl auf englisch zu verstehen als „Jesus Art“, also „Jesus Kunst“, aber auch auf deutsch als die „Art von Jesus sich zu verhalten“. Also Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zu zeigen, statt andere Menschen auszugrenzen.

Auf einer Doppelleinwand projizierten die Jugendlichen zu jeder Station ein Bild des Künstlers Mika Springwald in der sogenannten „Stencil Art“. Die Motive zeigten zum Beispiel einen Arbeiter in Schutzkleidung, einen kaputten Teddybären und einen Stacheldrahtzaun. Dazu wurden sie musikalisch begleitet von einem eigens gegründeten Projektchor unter Leitung von Peter-Heinz Arnolds. Neben klassischen Liedern wurden auch moderne Hip-Hop-Beats und – als Überleitung – der Klassiker „Tears in Heaven“ von Eric Clapton präsentiert.

Dazu wurden Texte von den Jugendlichen vorgetragen, die sich mit den Stationen auseinander setzten. So wurde das Bild eines Obdachlosen zum Anlass genommen, sich kritisch mit Vorurteilen auseinanderzusetzen. Wie war sein Schicksal? Ist es unsere Pflicht zu helfen? Was können wir tun? Diese Fragen wurden von den Jugendlichen in Dialogen von mehreren Seiten beleuchtet. Dabei ging es auch um unsere „Wahrnehmung“, wie es in den Audioaufnahmen hieß.

Eine Kernbotschaft lautete auch, Vertrauen zu behalten in schwierigen Zeiten. Auch wenn es persönliche „Kreuzwegssituationen“ gebe, so seien sie nicht das Ende. Das Vertrauen in Gott könne einem die nötige Kraft geben, auch schwere Situationen zu meistern. Wichtig dabei: „Folge dem Guten!“ – denn nur so könne man an der Seite von Gott die Prüfungen des Lebens bestehen.

Zum Abschluss hoffte der JuMeK, dass die Besucher das „Erlebte nachklingen lassen“. Der „Segen und das Kreuz“ sollen auch in Zukunft weitergetragen werden. Im Anschluss lud der JuMeK in das Bonifatius-Forum ein, um über den Kreuzweg zu sprechen.

Teilnehmerin Saskia Goebbels freute sich, dass man die „Jugend ansprechen“ konnte und neben den „Farben auch moderne Musik“ Einzug in den Abend fand. „Es hat uns allen Spaß gemacht und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Jeder hat seinen Teil beigetragen!“, resümierte sie - und das nicht als Einzige.

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