Jeder Zehnte in Eschweiler ist auf der Suche nach einer Arbeit

Von: pan
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Eschweiler. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Eschweiler entspannt sich nicht. Zwar waren im Mai 30 Menschen weniger ohne Arbeit als noch im April, allerdings sind nach wie vor 2890 Indestädter auf Jobsuche. Der Blick auf die Vorjahreszahl zeigt das Dilemma: Im Mai dieses Jahres sind 257 Arbeitslose mehr gemeldet worden als im Mai 2013.

Vor allem die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen bleibt ein Problem an der Inde. Sie wuchs im Mai auf 1120 Menschen. Dies ergibt einem Anteil von 38,8 Prozent der Arbeitslosen. Hoch ist auch der Anteil an Ausländern, die ohne Arbeit dastehen. Jeder fünfte Ausländer in Eschweiler muss ohne Arbeit leben. Bei jungen Leuten unter 25 Jahren ist jeder zehnte von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote betrug im Mai in Eschweiler 10 Prozent. Sie legt die Zahl aller Indestädter zugrunde, die einer Arbeit nachgehen könnten, weil sie die Schule beendet und das Rentenalter noch nicht erreicht haben. Vor einem Jahr belief sich die Quote noch auf 9,2 Prozent.

2199 sind vermittelt

Jeden Monat melden sich Personen arbeitslos. Im Mai waren es 406 Menschen, 36 weniger als vor einem Jahr. Im Gegenzug beendeten 442 Personen die Arbeitslosigkeit – 110 weniger als in 2012. Die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt verdeutlicht die Zahl derer, die seit Jahresbeginn ihren Job verloren haben: Der Geschäftsstelle Eschweiler der Arbeitsagentur wurden 2337 Arbeitslosmeldungen mitgeteilt. Das ist ein Plus von 79 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings gelang es, 2199 Menschen wieder in eine Arbeit zu vermitteln, also zwölf mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Erfreulich entwickelt sich die Zahl der offenen Arbeitsstellen. Der Bestand ist im Mai zwar minimal gesunken, und zwar um 1 auf 306, allerdings stehen immer noch 66 offene Arbeitsstellen mehr zur Verfügung als noch im Mai 2012. Arbeitgeber meldeten im Mai 91 neue Arbeitsstellen, 14 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 404 Meldungen von zu besetzenden Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 13.

Im vergangenen Jahr hatten einige Eschweiler Betriebe mit Problemen zu kämpfen. Zudem belastet die Schließung des Kabelwerkes in Eschweiler-Ost den Arbeitsmarkt nachhaltig. Dort verloren über 100 Arbeitnehmer ihren Job.

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