Jecke Tön wie diese lassen keinen Jeck kalt

Von: T. Kensteher
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Viereinhalb mitreißende Stunden mit bester musikalischer Unterhaltung bot auch das inzwischen 18. Jecke-Tön-Festival auf der Sparkassenbühne an der Marienstraße.
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Zum ersten Mal dabei, avancierten sie mit frischen, rockigen Klängen prompt zu den Stars des 18. Jecke-Tön-Festivals: die Jungs von Bohei. Trotz des angesagt miesen Wetters war der Platz vor der Bühne an der Marienstraße auch diesmal wieder proppenvoll. Foto: H. Ligalli
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Statt der sonst üblichen fünf waren es diesmal gleich sieben Bands, die unter der Moderation von Renate Jansen, die ihre Sache hervorragend machte, den Jecken einheizten.
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ival auf der Sparkassenbühne an der Marienstraße. Auch Prinz Ralf II. trug zum musikalischen Geschehen bei.

Eischwiele. Komiteepräsident Norbert Weiland war hellauf begeistert: „Das ist sensationell! Danke, Eschweiler! Danke auch an alle Fastelovendsjecke, die van römm un tömm jekomme sind! Danke an die Jungs vom Jecke-Tön-Projekt!“ Letztere hatten es geschafft, dass trotz ausgesprochen mieser Wetterprognosen Hunderte von feierfreudigen Jecken vor die Bühne an der Sparkasse gekommen waren, um auf der bestens gefüllten Marienstraße mit gleich sieben Mundartbands den Start in die heiße Phase der närrischen Tage mitzufeiern.

Und so schunkelten, sangen und tanzten da Schornsteinfeger(innen) und Prinzessinnen, Eisbären und Piraten, Clowns und Kapitäne, was das Zeug hielt.

Es waren große Fußstapfen, in die Renate Jansen da am Donnerstag trat. Wenn auch deren Verursacher nicht zu den körperlich Größten gehören: Die Geschäftsleiterin der Sparkasse folgte als Moderatorin unseres Jecke-Tön-Festivals auf ihre Vorgänger in Finanz- und Showbusiness, Klaus-Dieter Bartholomy und Lothar Müller. Letzteren hat es vor kurzem beruflich ins Exil Richtung Nordkreis verschlagen.

Am Donnerstag aber war er nach Eschweiler angereist. „Anderswo spricht man über Stürmen und Regnen, hier über Feiern und Schunkeln!“, sang Müller ein Loblied auf die Eischwiele Jecken. Und unterstrich, was auch Renate Müller und Prinz Ralf II. konstatiert hatten: „Kein Mensch muss nach Köln fahren, wo wir doch hier so etwas haben!“

So etwas – das war das inzwischen 18. Jecke-Tön-Festival, organisiert von den Bands des Jecke-Tön-Projekts und der Sparkasse und präsentiert von unserer Zeitung. Gleich sieben Bands waren es diesmal, die auf der Bühne alle Register ihres weithin bekannten Könnens zogen. Den Auftakt machten Puddelrüh. Die Jungs um Sänger Marcus Rothkranz machten ihre Sache als Eisbrecher hervorragend. Und ihr Sessionshit „Wat sulle mer dann am Ballermann“ unterstrich einmal mehr, dass Eischwiele der Nabel des Feier-Universums ist.

Stabelsjeck präsentierten sich im Anschluss in ungewohntem Outfit: Die traditionellen Teufelshörner hatten sie sich abgeschliffen; Jetzt brachten sie in bunten Fantasie-Uniformen Farbe auf die Bühne. Und ihre Version von „Ohne Dom, ohne Rhing, ohne Sonnesching“ muss Petrus wohl in den Ohren geklungen haben: Als Stabelsjeck die Bühne räumten, um sie Prinz Ralf II. und dessen Gefolge zu überlassen, blickte tatsächlich auch die Sonne zaghaft durch die Wolken auf das Geschehen in der Marienstraße.

Dort bewies Seine Tollität, die mit großem Gefolge aufmarschiert war, dass Prinz Ralf auch beachtliche stimmliche Qualitäten hat. Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut, der den „Super-Prinzen und seinen Super-Zerm“ auf der Bühne begrüßt hatte, erinnerte daran, dass das närrische Duo ihm vor wenigen Monaten noch versichert habe, sie könnten nicht singen.

„Das war die größte Lüge, die ich je gehört habe! Ich nenn‘ die Beiden nur noch die zwei Tenöre von Eischwiele!“ Und „Milli Vanilli van Wisswille“, wie das Duo sich scherzhaft selber betitelte, begeisterte das Publikum auf der Marienstraße prompt mit seinen Prinzenliedern.

Was dann kam, war erste Sahne: Die Newcomer von Bohei, zum ersten Mal auf der Jecke-Tön-Bühne, rockten mit frischem, fetzigen Sound das Festival und erspielten sich sicher einem Stammplatz für die folgenden Jahre. Dass drei der fünf Bandmitglieder aus Stolberg kommen, tat der Qualität keinen Abbruch.

Das gilt auch für die Halunke, die im vorigen Jahr ihre Jecke-Tön-Premiere feierten und dem auch zu vorgerückter Stunde noch ausharrenden Feierpublikum kräftig einheizten. Ebenso wie die „alten Hasen“ der Inde-Singers, die schon seit 49 Jahren (!) auf den Bühnen der Region gefeiert werden, und die Jungs der Kröetsch, die neben einem Medley ihrer zahlreichen Hits ihren neuen Song „Obladi, oblada – et kütt, wie et kütt“ zum Besten gaben.

Pech hatten dagegen die Frischlinge der Band De Frees, die sich alle Mühe gaben, geben den immer stärker werden Regen und Wind anzuspielen. Das Publikum suchte sich trockenere Plätze als die Marienstraße – was aber nicht am mangelnden Können der Jungs lag. Die fügten sich nahtlos ein in die hochkarätige Riege unserer Jecke-Tön-Bands. Für sie alle gilt: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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