Eschweiler - Interessante Einblicke in die Herstellung von Nahrungsmitteln

Interessante Einblicke in die Herstellung von Nahrungsmitteln

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In der Backstube fertigten die
In der Backstube fertigten die Ferienkinder Teigstücke zu „Schaukelpferden” und „Igel” und verzierten sie mit Rosinen. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.

Eschweiler. Mmmh...lecker, unser Essen! Und wo kommt es her? Dieser Antwort sind jetzt die Ferienkinder der Grundschule Weisweiler auf den Grund gegangen.

Der Leitgedanke: Wer sorgt alles für unser tägliches Essen und wieviel Arbeit steckt dahinter, bis es dem Verbraucher zur Verfügung steht, sollte die Wertschätzung der Kinder für Lebensmittel positiv verändern.

Die erste Aufgabe bestand darin Butter selber herzustellen. Voller Begeisterung wurde Sahne in Gläsern mit Schraubdeckel gefüllt und dann kräftig geschüttelt. Und wirklich, nach einigen Minuten eifriger Arbeit schwammen erste Butterflocken in der Buttermilch. Stolz präsentierten die Schüler ihre erste selbst gemachte Butter, die beim nächsten Frühstück sofort gekostet wurde.

Wie man Abfall vermeidet

Wie Brühwurst hergestellt wird, wurde den Kindern in der ortsansässigen Metzgerei gezeigt. Es gehören schon einige Arbeitsgänge dazu, bis so eine leckere Wurst auf dem Teller liegt. Doch es durfte nicht nur besichtigt werden, sondern es gab auch viele Wurstsorten, die die keinen Lebensmittelprüfer probieren durften und obendrein wurde Gyrossuppe serviert, die allen sehr gut schmeckte.

Als nächstes ging die Fahrt zu einer Bäckerei in Inden/Altdorf. Hier erhielten die wissbegierigen Mädchen und Jungen einen Einblick in das Bäckerhandwerk. Nach einer Führung durch die Backstube, bei der die Backöfen, Geräte und Maschinen ausführlich erklärt wurden, durften die jungen Bäcker dann selber tätig werden, in dem sie Teigstücke, zu einem Schaukelpferd und einem Igel formten und mit Rosinen verzierten.

Anschließend gab es auch noch Plätzchenteig, der verarbeitet werden musste. Dass diese Arbeit Spaß machte sah man an dem Eifer, mit dem die Kleinen hier zu Werke gingen. Später zu Hause präsentierten sie den Eltern stolz die leckeren Ergebnisse, bevor diese mit Appetit verspeist wurden. In den folgenden Tagen drehte sich weiter alles um Essen und Trinken.

Ein gesundes Frühstück mit Vollkornbrot, Tomaten, Gurken, Müsli, Obst und vielen gesunden Leckereien wurde von den Kindern gerne angenommen.

In der zweiten Ferienwoche ermittelte F. Partey, eine Mitarbeiterin des Amtes für Abfallwirtschaft, mit den Kindern zusammen, dass man auch bei der Essenszubereitung Abfall vermeiden kann.

In zwei Gruppen aufgeteilt sollten die Ferienkinder Nudeln mit Tomatensoße und Salat einmal mit möglichst viel und einmal mit möglichst wenig Abfall zubereiten.

Zusätzlich wurde noch kontrolliert: wo kommen die Zutaten her, also welche Strecken per Lkw, Bahn, Flugzeug oder Schiff müssen gefahren werden, bis die Lebensmittel auf dem Mittagstisch landen.

Die Gruppe mit dem abfallarmen Gericht bereitete selbst gemachte Vollkornnudeln mit einer Tomatensoße. Die Tomaten kauften die Kleinen vorher auf dem Markt ein. Hier gab es auch unverpackten Salat. Das Dressing bereiteten die Kinder aus Essig, Öl und frischen Würzkräutern aus dem Garten zu.

Die andere Gruppe kochte Bandnudeln aus der Tüte mit einer Tomatensoße aus der Dose, fertig verlesenem Salat aus der Kühltheke, Dressing aus der Flasche und einer fertigen Gewürzmischung. Es war erstaunlich wieviel Abfall bei einem so einfachen Gericht produziert, aber auch vermieden werden kann. Löblich war, dass die überwiegenden Zutaten aus der näheren Region stammten. Nur die Äpfel, die es zum Dessert gab, kamen aus Neuseeland. Anreise circa 16000 Kilometer! Trotz Ferien haben die Kinder bei dieser Aktion gerne dazugelernt und zum guten Schluss durften es sich alle schmecken lassen.

Rudi Froitzheim aus Weisweiler, der einen selbst gebauten Steinofen besitzt, lud die Ferienbetreuungsgruppe zu sich nach Hause ein, um mitein­ander „Apfel im Schlafrock” zu backen.

Das machte allen großen Spaß und obendrein schmeckte das Ergebnis sehr lecker.

Die letzte der drei betreuten Ferienwochen wird auch noch unter dem Thema stehen. Ein Besuch der Stadtbücherei und die Besichtigung eines Bio-Bauernhofes stehen noch aus. Zum Tierpark nach Aachen ging es mit der Euregiobahn und die Abschlussfahrt geht mit dem Bus nach Kommern, um dort vielleicht einen Einblick zu bekommen, wie unsere Vorfahren gelebt und ihr Essen zubereitet haben.
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