Eschweiler - Integriertes Handlungskonzept: Rahmen steht, jetzt folgt die Feinarbeit

Integriertes Handlungskonzept: Rahmen steht, jetzt folgt die Feinarbeit

Von: Patrick Nowicki
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Um dieses Areal geht es: In den kommenden Jahren werden das heutige City-Center und die Hertie-Immobilie sowie die umliegenden Straßen ein neues Gesicht bekommen. Der große Rahmen wurde nun von den Kommunalpolitikern abgesteckt. Foto: Günter Paulsen

Eschweiler. Die Eckpfeiler sind gesetzt, jetzt gilt es, an den Details zu feilen: Das Handlungskonzept für die Entwicklung der nördlichen Innenstadt ist beschlossen. Dennoch brannte es einigen Kommunalpolitikern schon auf den Nägeln, über Details zu debattieren.

Der Technische Beigeordnete Hermann Gödde bat im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss um Geduld: „Sie beschließen lediglich einen vorzeitigen Maßnahmenkatalog für das Rathaus-Quartier.“ Jede einzelne Maßnahme wolle man im Dialog mit den Bürgern entwickeln.

Der erste Schritt im Konzept wird in Kürze folgen: der Abriss der ehemaligen Hertie-Immobilie und des City-Centers. In der kommenden Woche werden sich Vertreter des zuständigen Landesministeriums vor Ort umschauen. In Düsseldorf wird schließlich entschieden, ob die Bagger anrollen können, bevor die letzte Entscheidung über den Zuschuss gefallen ist.

„Förderungsunschädlicher vorzeitiger Maßnahmenbeginn“, heißt dies in Behördenkreisen. In diesem Fall wäre sichergestellt, dass die Abrissbirne in Eschweiler tätig werden kann und trotzdem der Zuschuss in Höhe von 3,8 Millionen Euro fließt. Die Stadt Eschweiler selbst beteiligt sich mit 473.000 Euro.

Auch dieser Zuschuss führte zu Nachfragen im Ratssaal. Gödde nahm konkret dazu Stellung: „Nach den Erfahrungen mit anderen Investoren war bekannt, dass eine wirtschaftliche Verwertung des Grundstücks ohne Fördermittel nicht mehr darstellbar ist.“ In einem solchen Fall sei es möglich, Zuschüsse zu beantragen. Diese Option sei auch anderen Investoren bekannt gewesen, antwortete der Technische Beigeordnete.

Im Vorfeld der Sitzung war eine Alternativplanung von einem Eschweiler Architekten an alle Parteien geschickt worden. Eine Debatte zwischen SPD und CDU entwickelte sich, nachdem der Christdemokrat Wilfried Berndt nachgefragt hatte, ob es zur bisher bekannten Planung Alternativen gebe oder ob man Alternativen fordern könne.

Dies verneinte Gödde mit dem Verweis auf einen rechtskräftigen Bebauungsplan. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Leonardt reagierte auf die Fragen des CDU-Ratsherrn mit den Worten: „Wir haben die Chance, ein Teil des Herzens Eschweilers zu aktivieren. Wofür steht eigentlich die CDU?“ Berndt wiederum entgegnete: „Wir stehen zu einer Entwicklung am Rathaus, werden den Prozess aber weiterhin kritisch und positiv begleiten.“

Nicht nur der CDU-Politiker hatte zuvor gefragt, welcher Handlungsspielraum bei der Gestaltung des Projekts auf dem Areal des City-Centers und der Hertie-Immobilie besteht. Auch Christian Braune (FDP) und Dietmar Widell (Bündnis 90/Die Grünen) erhofften sich mehr Mitspracherecht.

Die Einflussnahme bei den weiteren Schritten sei größer, versprach Gödde. Das Handlungskonzept ist notwendig, um an Zuschüsse aus der Städtebauförderung zu gelangen.

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