Integrative Betreuung wird hier großgeschrieben

Von: fe
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Eschweiler. Die Caritas-Lebenswelten-GmbH will ab 1. August des nächsten Jahres die Kindertagesstätte „Sonnenschein” in der Karl-straße als Träger übernehmen und dann zusammen mit dem ebenfalls im Stadtteil Röthgen gelegenen Familienzentrum St. Marien als organisatorische Einheit betreiben. Der Jugendhilfeausschuss hat am Donnerstag dieser Planung zugestimmt.

Damit verbunden ist ein Umbau oder Erweiterungsbau dieses Kindergartens. Ihren Heilpädagogischen Kindergarten „Katharina Fey” in Kinzweiler will die Caritas aufgeben. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), bisher Träger der Tagesstätte an der Karlstraße, hat diese Trägerschaft zum Ende des laufenden Kindergartenjahres gekündigt. Um die Übernahme haben sich die Caritas und die Arbeiterwohlfahrt beworben. Der Jugendhilfeausschuss entschied sich einstimmig für die Caritas.

Die „Kita Sonnenschein” mit derzeit zwei Gruppen wird nach Ansicht der Stadt weiterhin gebraucht. Erstens wegen des aktuellen Betreuungsbedarfs, zweitens „im Zusammenhang mit der Bestandssichtung der Katholischen Grundschule” an der Karlstraße, so die Stadt. Die Neuvergabe der Trägerschaft stellt jetzt die Weichen für eine umfangreiche bauliche Erneuerung des Kindergartens. Zurzeit werden Containerelemente benutzt, die „baulich abgängig sind”, so die Stadtverwaltung. Mittelfristig werde das „gegebenenfalls eine weitere finanzielle Beteiligung der Stadt nach sich ziehen”. Das sieht auch die Caritas-GmbH so. Sie will, bevor sie in der Karl-straße einzieht, zusammen mit der Stadt ein Baukonzept erarbeiten. Welche Kosten dadurch auf die Stadt zukommen, ist noch unklar.

An der Karlstraße sollen unter der neuen Trägerschaft die beiden bestehenden Gruppen erhalten bleiben und weitere Gruppen hinzu kommen. Mittelfristig plant die Caritas-Lebenswelten-GmbH, die drei Gruppen aus der Heilpädagogischen Einrichtung „Katharina Fey” in Kinzweiler mit zusammen 24 Kindern dort unterzubringen, um dann an der Karlstraße hauptsächlich integrative Betreuung anzubieten. Der Hintergrund: Das Gebäude in Kinzweiler ist aus der Sicht der Caritas, weil zweistöckig, nicht dauerhaft für integrative und heilpädagogische Betreuung geeignet, der Landschaftsverband Rheinland habe bereits angekündigt, er werde keine dauerhafte Betriebserlaubnis geben, erläuterte die Stadt. Zudem seien reine heilpädagogische Einrichtungen „nicht gesichert”, gewünscht wird integrative Betreuung.

Die Kosten der Trägerschaft für die „Kita Sonnenschein” übernimmt weiterhin die Stadt Eschweiler. Zum einen erhalten sowohl bisher das DRK als auch künftig die Caritas grundsätzlich 91 Prozent der Betriebskosten. Die Stadt zahlt darüber hinaus den Trägeranteil von 9 Prozent, weil es sich beim Roten Kreuz um einen so genannten „Armen Träger” handelt. Auch bei der Caritas wird die Stadt diesen Trägeranteil übernehmen.

Zur Bedingung der Trägerschaft-Übernahme macht die Caritas außerdem „sächliche Betriebsmittel” in ausreichender Menge und Qualität, also zum Beispiel Mobiliar: „Bei der Komplettausstattung der Einrichtung gehen wir von einem notwendigen Bedarf von 120.000 Euro aus.” Auch trägt die Stadt Eschweiler die Verantwortung für die technische Betriebsfähigkeit des Gebäudes.
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