Eschweiler - Innes Sibun bringt den Blues ins „Rio“

Innes Sibun bringt den Blues ins „Rio“

Von: Volker Rüttgers
Letzte Aktualisierung:
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Der personifizierte Blues hielt Einzug im „Rio“: Innes Sibun hob in andere Sphären ab und nahm sein Eschweiler Publikum mit. Foto: V. Rüttgers

Eschweiler. Der Mann weiß, was seine Fans wollen, denn es ist jedes Mal das Highlight seiner famosen Konzerte: Wenn Innes Sibun sein Gitarrenkabel ordnet, ist er auf dem Weg zu seinen Fans und bringt den unendlichen Blues, seinen Blues, mitten in sein Publikum.

Auch am Mittwochabend ging der britische Bluesgitarrist im gut besuchten Blues-meets-Rock-Konzert im „Rio“ so oft auf Tuchfühlung mit seinen Anhängern, dass seine Band zwischenzeitlich fast eine Suchmeldung hätte aufgeben können. Dabei war der ausgezeichnete Gitarrist nur zu Hause, zu Hause bei seinen Fans, die jeden Takt mitwippten.

Jede Note authentisch

Er sei das „best gehütete Geheimnis im britischen Blues“ kommentierte einmal das „Classic Rock Magazin“. In der Tat lebt der 47-jährige Gitarrist den Blues wie kaum ein anderer. Jede einzelne Note, jede Song-Zeile des Briten ist authentisch. Es sind jedoch vor allem seine Blues-Interpretation, die minutenlangen Soli, die ein Innes-Sibun-Konzert zur Blues-Offenbarung werden lassen.

Bereits zu Beginn seines Konzerts in Eschweiler begeisterte der Bluesman mit einem solchen Solo im Song „So tired of living“. John Bucketts atmosphärischer Hammond-Sound trug Bandleader Innes in immer höhere Blues-Sphären, aus denen er mit leidenschaftlichem Gitarrenklängen grüßte. Auch das Zwischenspiel von Band und Solisten passte also an diesem denkwürdigen Abend.

Besondere Zugaben

Während „I want you back“ schon fast im Reggae-Rhythmus daher kam, lag „As the years go passing by“ so bluesig-schwer in der Luft, dass Innes‘ Gitarrensaite riss. Echter Blues wird schließlich gearbeitet. Und so sollte es nicht die letzte gerissene Saite des Abends sein...

Rory Gallaghers „A million miles away“ und Billy Myles‘“Have you ever loved a woman“ zelebrierte Innes Sibun seinen restlos begeisterten Fans am Mittwochabend als besondere Zugaben. Und schließlich auch noch „Your love is real“, denn es sei ja bald Weihnachten, wie ein sehr gut gelaunter Innes erinnerte.

Für Eschweiler Bluesfans jedenfalls wurde die Bescherung vier Wochen vorgezogen.

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