Eschweiler - „Inklusion”: Kunterbunt wie die Welt der Kinder

„Inklusion”: Kunterbunt wie die Welt der Kinder

Von: Andreas Röchter
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Hier gehören alle dazu, unabhängig von ihrem Entwicklungsstand: Im Kinder- und Familienzentrum St. Marien ist die Umsetzung des Konzepts der „Inklusion” zur Grundhaltung geworden. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galten Kindergärten noch als „Kleinkinderbewahranstalten”. Ein Paradigmenwechsel veränderte die Arbeitsweise: Aus der Sicht auf das Kind wurde die Sicht „aus dem Blickwinkel des Kindes”. Inzwischen befindet sich die Betreuung von Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren generell im Wandel.

Kindertagesstätten sind an die Stelle von Kindergärten getreten, doch immer häufiger fällt der Begriff Familienzentrum. So auch im „Kinder- und Familienzentrum St. Marien”, das seine Zertifizierung im Juni 2008 erhielt und in Trägerschaft der Caritas-Lebenswelten steht.

„Unser Haus ist ein Haus für alle”, betont Anita Permantier. Und die Leiterin bezieht sich dabei nicht nur auf die Kinder der Einrichtung sondern auch auf deren Eltern, Geschwister, Großeltern, Familien und Freunde. „Ganz wichtig dabei ist, dass unser Angebot für Kinder mit und ohne besonderen Förderungsbedarf gilt”, ergänzt die Pädagogin.

In dieser Hinsicht steht die „Inklusion” als Grundhaltung des Kinder- und Familienzentrums St. Marien. „Integration bedeutet meistens, dass alle in dieselbe Einrichtung gehen. Die Bedeutung der Inklusion hat diese Perspektive erweitert und stellt explizite Anforderungen an die Qualität der pädagogischen Arbeit”, erklärt Anita Permantier, die seit Januar 2009 die Einrichtung leitet, in der auch eine Logopädin, eine Motopädin und Heilerziehungspflegerin sowie eine Physiotherapeutin beschäftigt sind. „Wir bemühen uns, jedes Kind als einzigartige Persönlichkeit zu sehen. Und wenn jeder individuell und einzigartig ist, dann ist jeder auch Teil des Ganzen.” Dabei sei entscheidend, dass Inklusion nicht nur von der physischen Platzierung aller Kinder in der selben Institution handele, sondern ebenso von der Qualität der Arbeit.
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