Eschweiler - Industriedrehkreuz: Thema im RWE-Ausbildungszentrum

Industriedrehkreuz: Thema im RWE-Ausbildungszentrum

Von: pan
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Eschweiler. Das Industriedrehkreuz Weisweiler-Inden-Stolberg rückt näher. Zahlreiche Vertreter von Kommunen und Institutionen einigten sich in der ersten Werkstatt im RWE-Ausbildungszentrum Weisweiler darauf, wie Perspektiven für die Zeit nach der Braunkohleverstromung in Weisweiler zu entwickeln sind.

„Wir dürfen nicht bis zum Jahr 2030 warten, bis alle Arbeitsplätze auf einen Schlag weg sind, sondern müssen jetzt schon Flächen entwickeln“, sagt Bürgermeister Rudi Bertram, der zu den Teilnehmern gehörte. In diesem Punkt seien sich alle einig gewesen.

Im Februar wurde die NRW.Urban vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW beauftragt, die Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Industriedrehkreuzes zu entwickeln. Federführend ist die Innovationsregion Rheinisches Revier. Im Oktober sollen im zweiten Werkstattverfahren die Eckpunkte für ein erstes Nutzungskonzept festgelegt werden.

Der Schwerpunkt des Industriedrehkreuzes Weisweiler soll auf Logistik gelegt werden. Allerdings legt Eschweilers Bürgermeister Bertram Wert darauf, dieses nicht als „Allheilmittel“ zu betrachten. „Was wir an dieser Stelle benötigen, ist ein guter Branchenmix“, fordert er. Dabei solle man sich nicht auf einen Großen festlegen, sondern verschiedene Betriebe und Bereiche berücksichtigen.

Mit dem Aus der Braunkohleverstromung in Eschweiler wird ein 400 Hektar großes Areal für Industrie und Gewerbe im Osten der Stadt frei. Erste Teilflächen könne man allerdings schon früher vermarkten, meint Bertram. Schon jetzt entwickelt die Stadt das interkommunale Gewerbegebiet Grachtweg mit der Gemeinde Inden, an der RWE-Ausbildungswerkstatt werden Grundstücke des sogenannten „IGP 6“ vermarktet.

Das Industriedrehkreuz soll mit dem Stolberger Bahnhof verknüpft werden. Vor allem in den Überlegungen, den Standort für Logistik zu entwickeln, spielt die Kupferstadt eine Rolle. Eschweilers Bürgermeister Bertram fordert, genau hinzuschauen, welche und wie viele Jobs entstehen: „Ein Weiterleiten von Waren bringt uns nicht die erforderlichen Arbeitsplätze.“ Wenn jedoch Warenströme gebrochen und neu verteilt würden, seien viele Menschen erforderlich, sagt er. Zudem gehe es darum, nicht nur hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch dort auf den Mix zu achten.

Um Waren leichter von der Schiene auf die Straße zu bringen, bekräftigt die Stadt Stolberg ihre Forderung nach dem dritten Bauabschnitt der Landesstraße 238. Der Stadtrat in Eschweiler sprach sich auch vor Jahren für diese Straße aus. Sie wurde jedoch bei wechselnden Landesregierungen bisher nicht umgesetzt.

Innerhalb der Innovationsregion Rheinisches Revier nimmt Weisweiler hinter dem Kraftwerksstandort Frimmersdorf eine Vorreiterrolle ein. „Die Region blickt auch nach Eschweiler“, meint Bertram. Mit im Boot sitzen nicht nur die Vertreter verschiedener Kommunen und Kreise sowie Organisationen wie die Industrie- und Handelskammer, sondern auch die RWE AG. Der überwiegende Anteil an Flächen befindet sich im Besitz des Energieunternehmens.

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