Eschweiler-Weisweiler - Industrie- und Gewerbepark: Firmen stehen schon in den Startlöchern

Industrie- und Gewerbepark: Firmen stehen schon in den Startlöchern

Von: Tobias Röber
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Hermann Gödde, Rudi Bertram und Erik Schöddert (v.l.) freuen sich auf die Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparks. Foto: Tobias Röber

Eschweiler-Weisweiler. Der Industrie- und Gewerbepark (IGP) wird um rund 23 Hektar erweitert. Diesen Beschluss fasste der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend. Geht es nach den Planern, werden die ersten Grundstücke bereits im Herbst dieses Jahres verkauft.

„Damit ist ein wesentlicher Meilenstein für die geplante Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparks erreicht“, sagt Bürgermeister Rudi Bertram und ergänzt, dass dieses Projekt ein weiterer Mosaikstein des Strukturwandels sei.

Das betont auch Erik Schöddert, Leiter Umsiedlung und Flächenmanagement bei RWE Power: „Wir fühlen uns den Regionen, in denen wir tätig sind, in hohem Maße verbunden.“ Es sei mit Blick auf den Strukturwandel wichtig, für Flächen, die betrieblich nicht mehr benötigt werden, gemeinsam mit den kommunalen Partnern eine für alle Seiten werthaltige Nachnutzung zu entwickeln. Bürgermeister Rudi Bertram betont ausdrücklich, dass im IGP sowohl Gewerbe als auch Industrie angesiedelt werden sollen.

Die RWE Power AG ist alleinige Eigentümerin der Flächen und will an dem Standort rund zwei Millionen Euro für Straßen und Entwässerung investieren. Gar so viele Erschließungsmaßnahmen seien glücklicherweise gar nicht nötig, so der Technische Beigeordnete Hermann Gödde. Die Erweiterung liegt in direkter Nachbarschaft zum derzeitigen IGP und den Liegenschaften des Kraftwerksbetreibers.

Das Verfahren hat bereits im Jahr 2009 begonnen, verzögerte sich jedoch, unter anderem aufgrund von Grunderwerbsverhandlungen und aufgrund der Bedenken des Amtes für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Im Rahmen der seit 2010 eingeleiteten Untersuchungen wurden eindeutige Hinweise auf mittelneolithische (Jungsteinzeit) und römische Bodendenkmäler gefunden, die die Erarbeitung eines Grabungskonzeptes erforderten.

Ursprünglich sollte die Fläche um 15,2 Hektar erweitert werden, nun sind es 23,7 Hektar. Ebenfalls mit aufgenommen wurde nun ein Stück des Geländes, auf dem sich Gebäude des Kraftwerksbetreibers befinden, die auch genutzt werden.

Ob dies ein Zeichen sei, dass der Konzern früher als geplant den Rückzug antrete, wollten Ausschussmitglieder am Donnerstag wissen. Ein eindeutiges „Nein“ gibt es dazu sowohl von der Stadt als auch von RWE. Der Tagebau werde planmäßig in den kommenden 15 Jahren ausgekohlt, so Schöddert. Dennoch begrüßte auch er ausdrücklich, dass die Fläche mit einbezogen wird. Frühzeitige Planung für die Zeit nach dem Tagebau sei sinnvoll.

Mehr als 30 Unternehmen mit rund 1200 Mitarbeitern haben sich bislang im IGP niedergelassen. Die Gespräche mit potenziellen Interessenten für die Erweiterungsfläche laufen bereits. Es gebe einige Interessenten, betonen alle am Projekt Beteiligten. 95 Prozent der Flächen des IGP sind derzeit bereits belegt. Das Gewerbegebiet „In der Krause“ ist komplett voll. Gemeinsam mit dem interkommunalen (mit der Gemeinde Inden) Gewerbegebiet Grachtweg gelte es nun, neue Flächen und somit auch Arbeitsplätze zu schaffen. „Das ist ein regional bedeutsames Industrie- und Gewerbegebiet“, betont Hermann Gödde und macht – wie seine Mitstreiter – auf die exzellente Lage an der A 4 und der A 44 in unmittelbarer Nähe aufmerksam.

Rudi Bertram blickt in diesem Zusammenhang noch einmal zurück auf die Schließung der Firma Prysmian. 130 Arbeitsplätze seien weggefallen. Mit der IGP-Erweiterung und auch dem Umzug des Baumarktes aufs einstige Prysmian-Gelände, wo 15 bis 20 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen sollen, werde man viele neue Stellen schaffen. Mehr als die 130, die damals wegfielen.

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