Eschweiler - Indische Enten haben Schnecken zum Fressen gern

Indische Enten haben Schnecken zum Fressen gern

Von: jana
Letzte Aktualisierung:
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Umweltbewusst: Die Schüler und Betreuer der Willi-Fährmann-Schule Eschweiler legen einen neuen Teich für indische Laufenten an und fördern damit eine biologische Schneckenvernichtung. Foto: Jana Röhseler

Eschweiler. Jetzt wird es ungemütlich für die Schnecken an der Willi-Fährmann-Schule: Zwölf Schüler der Klassen 5 und 6 M1 und ihre Betreuerinnen haben einen neuen Teich für indische Laufenten angelegt. Und die haben ein Leibgericht: Schnecken. Biologische Schädlingsbekämpfung könnte man sowas nennen. Chemiefrei. Für die Schnecken läufts aufs gleiche hinaus.

„Schüler powern für die Umwelt”

Ob neue Nester für Mehlschwalbe und Co, Picknickbeete für Insekten oder ein neues Zuhause für Schmetterlinge - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, etwas für die Umwelt zu tun.

Unter dem Motto „Schüler powern für die Umwelt” geht der Umweltwettbewerb der EWV Energie- und Wasser-Versorgung für Grund- und Förderschulen bereits in die neunte Runde. Schüler in der Städteregion Aachen sowie in den Kreisen Düren und Heinsberg denken sich dabei Projekte zum Schutz von Pflanzen, Tieren und Umwelt aus. Die besten Aktionen werden mit bis zu 500 Euro für die Klassenkasse belohnt.

An dieser Aktion nimmt auch in diesem Jahr wieder die Willi-Fährmann-Schule Eschweiler, die bereits beim Wettbewerb 2009/2010 Gewinner in der Kategorie „Förderschule” war, teil. Mit Nistkästen für Mehlschwalben eroberten die Schüler der Klassen U3 und 4 die Herzen der Jury.

Tiere mussten weichen

Jetzt haben sich die zwölf Schüler der Klassen 5 und 6 M1 und ihre Betreuerinnen wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie legen einen neuen Teich für indische Laufenten an und fördern somit eine biologische Schneckenvernichtung - ganz ohne chemische Mittel!

Die Mädchen und Jungen schwingen schon seit rund einer Woche fleißig die Schaufel und werden dabei von den Klassenlehrerinnen Yvonne Cretu und Miriam von der Heiden sowie von Schulsozialarbeiterin Carolin Emonds-Seeger tatkräftig unterstützt. Auch die beiden Praktikantinnen Sabrina und Anke packen fleißig mit an.

Am Freitag stellten sie ihr Projekt EWV-Mitarbeiterin Klaudia Ratzke vor, die den Wettbewerb von Anfang an betreut hat. Die stolzen Schüler erklärten, wie viel Arbeit hinter dem Teich für die indischen Laufenten steckt. So mussten sie erstmal eine tiefe Grube graben eine Trockenmauer rund um den Teich errichten.

„Wir hatten früher schon einmal Laufenten. Leider mussten wir sie - wie auch alle anderen Tiere - im Rahmen der Umbaumaßnahmen abgeben”, berichtet Carolin Emonds-Seeger. „Wir hoffen aber, dass alle Tiere - darunter auch Hängebauchschweine, Kaninchen und Schafe - so schnell wie möglich zurückkommen können”, hofft die Schulsozialarbeiterin.

Laufenten können nicht fliegen, daher bauten die Mädchen und Jungen kleine Stufen, damit die Enten rein und raus können. Ein besonderer Blickfang ist zudem der kleine Bachlauf, der eine idyllische Atmosphäre schafft.

„Wir hoffen, dass sich auch andere Tiere ansiedeln werden, die Trockenmauer bietet zum Beispiel einen guten Schutz für Echsen”, sagt Klassenlehrerin Yvonne Cretu. Die Laufenten, die die Willi-Fährmann-Schule vom Hamburger Tierschutzverein „Terra Mater” bekommt, können voraussichtlich zum Ende der Herbstferien „einziehen”.

Klaudia Ratzke war sichtlich begeistert von der Idee der Schüler und deren Betreuerinnen und schenkte den engagierten Kindern schicke T-Shirts von der EWV, die die jungen Umweltschützer auch sofort überzogen.

Wer Lust bekommen hat, mitzumachen, hat noch bis zum 15. April 2011 die Möglichkeit dazu. Wer den begehrten Sonderpreis gewinnen möchte, muss sein Projekt allerdings schon bis zum 17. Dezember 2010 abgeschlossen haben. Man kann als Klasse, als ganze Schule oder auch nur als Gruppe (mindestens fünf Schüler und Lehrer/Betreuer) teilnehmen, das Einverständnis des Schulleiters vorausgesetzt.
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