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Indestädter zeigen Herz für Kranke

Von: se
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Unter den wachsamen Blicken von Notar Dr. Guido Kordel (links), spielte Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, an diesem Abend den Glücksboten. Foto: Sonja Essers
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Ulrike Call durfte sich über den ersten Preis, 1000 Euro in bar freuen. Überreicht wurden ihr diese von Glücksbote Hubert Herpers (links). Auch Norbert Weiland (rechts) gratulierte der Gewinnerin.

Eschweiler. Um kurz vor Mitternacht war es soweit. Fast 200 Musiker setzten zum fulminanten Schlussakkord auf dem Marktplatz an. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Dieter Kaltenbach ertönte der „Laridah“. Das Publikum zeigte sich begeistert.

Auch der siebte Tag der Fanfarentrompeter war ein voller Erfolg. Doch am vergangenen Donnerstag waren nicht die Musiker die Hauptakteure des Abends, sondern die Inhaber der Lose mit der Endnummer 063. Bereits im Vorfeld hatten viele fleißige Mitarbeiter des St.-Antonius-Hospitals beim traditionellen Losverkauf mitgewirkt, um so für den Förderverein Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Geld zu sammeln. Im Rahmen einer Gewinnerparty fand nun in der Sparkasse auf der Marienstraße die Ziehung der ersten sechs Plätze statt.

Für die Moderation an diesem Abend konnte man Komiteepräsident Norbert Weiland gewinnen, der den Tag der Fanfarentrompeter noch einmal Revue passieren ließ. „Es war eine ganz tolle Veranstaltung mit grandiosem Finale und riesigem Zuschauerzuspruch.“

Diese Meinung teilte auch Schirmherr und Bürgermeister Rudi Bertram: „Der Schluss war grandios, da hatte ich wirklich Gänsehaut.“ Bei solch einem Erfolg dürfte der nächsten Veranstaltung in vier Jahren nichts mehr im Weg stehen. Dies betonte auch Klaus Wohnaut, Direktor der Privat- und Geschäftskunden in Eschweiler und Stolberg. „Diese Veranstaltung kann man nicht mehr ausfallen lassen.“ Doch der Tag der Fanfarentrompeter ist nicht nur für seine musikalische Qualität weit über Eschweilers Stadtgrenzen hinaus bekannt. Auch der gute Zweck steht im Vordergrund.

Dass die Indestädter nicht nur feiern können, sondern auch überaus hilfsbereit sind, erklärte Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des St.-Antonius-Hospitals und Vorsitzender des Fördervereins Regionaler Onkologischer Schwerpunkt. „Die Onkologie wird immer wieder von den Bürgern unserer Stadt unterstützt, aber die Wichtigkeit dieses Tages ist immens“, meinte Wagenbach, der sich darüber freute, dass Wohnaut den nächsten Tag der Fanfarentrompeter „quasi schon abgesichert“ habe. Von dem Erlös vor vier Jahren konnte der Förderverein eine Telemikroskopieanlage anschaffen, mit der Blutbilder in Live-Konferenzen national und international diskutiert werden können. Besonders der Neubau der Onkologie kann durch den Erlös gut unterstützt werden.

Für das Wohl der Patienten setzten sich besonders die Mitarbeiter des Hospitals ein. So auch Dr. Peter Staib, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie. Auch der „aktive Losverkäufer“, wie er von Weiland genannt wurde, war von den Indestädtern angetan. „Diese Art der Solidarität habe ich noch nirgendwo anders erlebt. Die Anteilnahme der Bevölkerung ist so groß, das ist wirklich einmalig.“ Die Verbundenheit der Eschweiler zu ihrem Hospital drückte Weiland so aus: „Wir sagen in Eschweiler ,oss Spietal‘, und ich denke, das sagt mehr aus als jede Geste.“

Auch die Vertreter der verschiedenen Musikcorps wurden an diesem Abend entsprechend gewürdigt. Dieter Kaltenbach war nicht nur auf seine Kaafsäck, sondern auf alle Musiker, die an diesem Abend mitwirkten stolz: „Es war ein Traum“, brachte er das musikalische Finale auf den Punkt. Doch solch eine Veranstaltung kann nicht ohne die vielen Helfer im Hintergrund auf die Beine gestellt werden. Neben Doris Müller vom St.-Antonius-Hospital, die von Staib als „Topsellerin“ unter den Losverkäufern hervorgehoben wurde, dankte Weiland auch Gastwirt Michael Esser für dessen „riesigen idealistischen Einsatz“.

Dann wurde es spannend. Nachdem die Inde-River-Jazz-Band die Gäste musikalisch unterhalten hatte, wurden die Gewinner ausgelost. Unter dem wachsamen Blick von Notar Dr. Guido Kordel spielte Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, den Glücksboten. Den ersten Preis und somit 1000 Euro gewann Ulrike Call. Wolfgang Kappes durfte sich über 500 Euro freuen. 400 Euro gingen an Marianne Kemper. Auch der vierte Preis im Wert von 300 Euro wurde ausgelost, der Gewinner möchte jedoch nicht namentlich genannt werden. Über 200 Euro durfte sich Guido Jänke freuen und der sechste Preis im Wert von 100 Euro ging an ein bekanntes Gesicht, Bürgermeister Rudi Bertram. Dieser spendete seinen Gewinn an den Förderverein Regionaler Onkologischer Schwerpunkt.

Nachdem die glücklichen Gewinner gezogen waren, ließ man den Abend gemeinsam bei einem Imbiss und Umtrunk sowie zu der Musik der Inde-River-Jazz-Band ausklingen.

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