Indestadt ist eine von 15 Gewinnerkommunen

Letzte Aktualisierung:

Eschweiler-Dürwiß. Nachdem der Rat der Stadt Eschweiler die Stadtverwaltung im Juli beauftragt hatte, ein sogenanntes Feinkonzept für das Förderprojekt „KWK-Modellkommune NRW“ zu erstellen, hat die Stadt Eschweiler jetzt einen ersten Förderbescheid des Landes erhalten.

Für die Erstellung des Feinkonzeptes fließen insgesamt 172.350 Euro von der Düssel an die Inde.

Das Konzept sieht vor, mittels der Technik der Kraft-Wärme-Kopplung und einem Nahwärme-Ringnetz das neue Wohngebiet „Neue Höfe Dürwiß“ sowie die umgebene Altbebauung mit einer Gesamtfläche von rund 75 Hektar mit Wärme und Strom zu versorgen und so insgesamt etwa 25 Prozent des Wärmebedarfs und rund 40 Prozent des rechnerischen Strombedarfs in Dürwiß abzudecken.

Entscheidung im April 2014

Eschweiler gehört damit zu den 15 Gewinner-Kommunen der ersten Projektphase, die vom Land NRW eine Förderung für die Erstellung eines Feinkonzeptes erhalten. Die Vorlagefrist für die Feinkonzepte endet am 31. Januar 2014. Bis April 2014 soll dann entschieden werden, welche Kommunen KWK-Modellkommunen werden sollen, um in den Genuss weiterer finanzieller Förderung des Landes kommen zu können.

Für die 3,7 Hektar große Freifläche „Neue Höfe Dürwiß“ am alten Sportplatz Laurenzberg zwischen Friedrich-Ebert-, Sebastianus- und Karl-Arnold-Straße in Dürwiß entwickelt die Stadt Eschweiler gemeinsam mit der RWE Power AG und der Aachener Stiftung Kathy Beys ein ressourcensparendes Wohngebiet. Auf den circa 60 Grundstücken sollen etwa Ein- und Mehrfamilienhäuser, Mehrgenerationenhäuser und Wohnhöfe mit einem breiten Angebot an Wohnraum für Familien, Wohngemeinschaften, Individualisten und Senioren entstehen.

Besonderes Kennzeichen dieses Wohngebietes ist, dass ihr über den gesamten Lebenszyklus gerechneter Ressourcenverbrauch (Rohstoffe, Material und Energie) gegenüber vergleichbaren, konventionellen Wohngebieten deutlich reduziert wird.

Dabei wird der Lebenszyklus weit gegriffen und beginnt bereits bei der Erschließung, umfasst den Bau der Gebäude, deren Betrieb sowie einen eventuellen Abriss einschließlich möglichem Recycling. Neben dem Energieverbrauch der Gebäude stehen hier vor allem die Art und Menge der eingesetzten Materialien im Fokus der Optimierung.

Zwei Drittel der Fläche gehören der Stadt Eschweiler, der Rest RWE Power.

Im Herbst werden die Projektverantwortlichen im Rahmen einer Bürgerveranstaltung mit Zukunftswerkstatt das Projekt detailliert vorstellen, die Interessen der Bürger einfangen, erste gemeinschaftliche Wohnprojekte anregen und Fragen beantworten. Zudem wird Kathy-Beys-Stiftungsmitarbeiter Klaus Dosch das Projekt im Oktober auf dem World-Resources-Forum im schweizerischen Davos präsentieren.

Die Erschließung und Vermarktung der Grundstücke ist für Frühjahr oder Sommer des kommenden Jahres geplant.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert