Indemann, Torjubel, Abschiedstränchen

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Die Teilnehmer der Jugendbegegnung nach dem Fußballturnier in der Sporthalle an der Jahnstraße. Dieser Turnier für Jugendliche aus Wattrelos, Eschweiler und Langerwehe war wichtigster Programmpunkt am zweiten Besuchstag.

Eschweiler. 14 Jahre lang war Pause - jetzt läuft er wieder, die Jugendbegegnung zwischen Wattrelos und Eschweiler. Zehn Jugendliche aus der nordfranzösischen Partnerstadt waren am Freitag und Samstag zu Gast an der Inde. Es waren zwei intensive Tage, an deren Ende sogar Abschiedstränen flossen und Handy-Nummern ausgetauscht wurden.

Die Neubelebung wurde vor einem Jahr angeregt und vorbereitet. Jugendamtsleiter Heinz Kaldenbach und der Mobile Jugendarbeiter Olaf Tümmeler erneuerten die Kontakte, auf französischer Seite war Raymond Vanisaker der Motor. Er ist im Rathaus von Wattrelos für die Städtepartnerschaften zuständig - Wattrelos hat sechs solcher Freundschaften, unter denen die mit Eschweiler die älteste ist.

Im Oktober besuchten 14 Jugendliche aus Eschweiler Nordfrankreich, schwärmten bei ihrer Rückkehr vom der überwältigenden Freundlichkeit, dem herzlichen Empfang - und auch dem köstlichen Essen, mit dem man die Besucher verwöhnte.

Mit Sportwettbewerben und Musik in einem Jugendclub wurden damals schnell Kontakte geschlossen. Musik und Sport sind international, und die Jugendlichen waren da schnell auf einer Wellenlänge. Sport, Musik und Besichtigungen - darauf setzten die Organisatoren auch an diesem Wochenende.

Zehn Jungs aus Wattrelos, 15 bis 17 Jahre alt, kamen zum Gegenbesuch. Im Karnevalsmuseum in Dürwiß, jetzt untergebracht in den Räumen der früheren Waffelfabrik Jagdfeld, gab es nicht nur viel Staunen über Karnevalsorden, Uniformen und sonstigen Ausprägungen dieser speziellen Eschweiler Art des kulturellen Lebens, „der Förderverein tischte auch Kaffee und Kuchen auf und betreute uns prima”, freute sich Olaf Tümmeler. Zuvor hatten die Jugendlichen den Tagebau Inden besucht, in 36 Metern Höhe auf dem Aussichtsturm „Indemann” gestanden und waren in mehr als 100 Metern Tiefe mit RWE-Firmenfahrzeugen durch den Tagebau gerollt.

Höhepunkt des ersten Besuchstages war dann ein Hip-Hop-Abend im Jugendtreff Oase. Tümmeler: „Toll zu sehen, wie Sprachbarrieren da plötzlich keine Barrieren mehr sind!” Es wurde getanzt, geflirtet, gelacht - gute Laune garantiert.

Freitag Kultur, Samstag Sport. Bei einem Fußballturnier in der Jahnsporthalle traten acht Mannschaften an. „Und am Ende gewann die deutsch-französische Freundschaft!” versicherte lachend Raymond Vanisaker. Aber natürlich gab es auch offizielle Turniersieger, mit Geschenken ausgezeichnet.

Im Finale besiegte das Team „Langerweher Freunde” mit 5:0 die Mannschaft Wattrelos II, den dritten Platz belegte nach einem Siebenmeterschießen Eschweiler II vor Wattrelos I. Die fairen Partien wurden von Helmut Brief als Schiedsrichter geleitet.

Den Erfolg dieser beiden Tage, versichern die Jugendarbeiter Olaf Tümmeler und Oliver Krings, machten vor allem die freiwilligen Helfer möglich. Carlos da Mota vom Integrationsrat vor allem und Wilhelm Haustein, dessen Französisch-Kenntnisse unentbehrlich sind, wurden da genannt, ebenso Michelle Goern und Sonja Vrhovcevic als Betreuerinnen beim Hiphop-Abend.

Das Fazit der Jugendbegegnung: Ein toller Neustart nach 14 Jahren. „Natürlich geht unser Austausch im nächsten Jahr weiter. Einmal im Jahr sollte das sicher möglich sein” - Jugendamtsleiter Kaldenbach ist sich sicher, dass es nun nicht wieder 14 Jahre bis zum nächsten Gegenbesuch dauert. Die Einladung an die Jugendlichen aus der Partnerstadt steht: „Kommt 2010 zu unserer Streetsoccer-WM”. Zu Pfingsten veranstaltet die Mobile Jugendarbeit auf dem Marktplatz wieder dieses außergewöhnliche Fußballturnier, und „da werden wir uns sicher wiedersehen”.
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