Indemann-Gastronomie: Spatenstich wird zur Grundsteinlegung

Von: ahw
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Die Baustelle im Schatten des
Die Baustelle im Schatten des Indemanns ist schon weit gediehen: Kurzfristig wurde der erste Spatenstich für den Bau des Restaurants in eine Grundsteinlegung umfunktioniert. Foto: Wolters

Inden. Ursprünglich als erster Spatenstich zum Neubau des Restaurants am Indemann geplant, hatte die Gemeinde die Veranstaltung auf der Goltsteinkuppe flugs umgetauft.

„Wir hätten fast schon Richtfest feiern können”, witzelte Indens Bürgermeister Ulrich Schuster bei der Begrüßung im Schatten des Indemanns, wo die Baustelle der Gastronomie schon unerwartet weit gediehen ist. Ergo war der Spatenstich in eine Grundsteinlegung verwandelt worden, einschließlich Urkunde und aktuellen Tageszeitungen, die in einer Metallkapsel verschwanden, bevor sie eingemauert wurden.

Landrat Wolfgang Spelthahn als Aufsichtsratsvorsitzender der Entwicklungsgesellschaft Indeland, die die Finanzierung des mit Baukosten von 1,2 Millionen Euro kalkulierten Projektes sicherstellt, dankte der Gemeinde dafür, dass sie „den wichtigsten Aussichtspunkt im Indeland” bisher so hervorragend gemanagt habe.

Der Indemann als „Symbol für den Wandel” sei ein europaweit einmaliger Ort, von dem aus auch die Energiewende sichtbar sei. So sind von der obersten Plattform des Indemanns aus nicht nur der im Bau befindliche Solarpark zu sehen, sondern auch etliche Windräder sowie das Braunkohlenkraftwerk nebst zulieferndem Tagebau.

Auf der Goltsteinkuppe solle nun auch ein weiterer attraktiver Punkt geschaffen werden. Als Mitbringsel hatte Spelthahn die Zusage der Rur-Energie GmbH im Gepäck, das Dach des neuen Restaurants mit Solarmodulen zu bestücken. Zudem kündigte er an, am Indemann einen Infopunkt für regenerative Energien einzurichten.

„Wir sind schon sehr weit”, skizzierte Architekt Ralf Scholl aus Eschweiler die bisherige Planungsgeschichte des rund 450 Quadratmeter großen Gebäudes, das aus zwei ineinander geschobenen Kuben besteht, ein wohnliches Ambiente bietet und freie Sicht sowohl auf den Tagebau als auch den Indemann bietet.

Marc Lersch, der mit seinem Bruder Frank das Restaurant betreiben wird, pries die außergewöhnliche Lage des Objektes. Es habe keiner Überredungskünste bedurft, sich hier zu engagieren und etwas Besonderes zu schaffen.

Die Eröffnung soll im September des kommenden Jahres erfolgen. Bevor die Gäste in einem Festzelt auf das Gelingen des Projektes anstießen, schritten Bürgermeister, Betreiber, Landrat und Architekt zur offiziellen Grundsteinlegung an der Baustelle, die schon bis auf 1,50 Meter hochgemauert worden ist.
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