In Wohnmobile eingebrochen: Camper vermutlich betäubt

Von: red/pol
Letzte Aktualisierung:
Wohnwagen
Von Dieben mit Gas betäubt: Gegen diese Masche können sich Camper mit Gasalarmwarnern schützen. Foto: dpa

Eschweiler. Unbekannte sind in der Nacht zum Samstag in vier Wohnmobile eingebrochen und haben Geld und Schmuck gestohlen, während die Bewohner in ihren Wagen schliefen. Diese bekamen von dem Diebstahl nichts mit. Die Polizei Aachen vermutet, dass die vier Familien mit einem Gas betäubt wurden.

Bei den Bestohlenen handelt es sich um vier Camperfamilien aus Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und dem Tecklenburger Land. Drei von ihnen hatten Freitagabend auf dem Weg nach Frankreich auf dem Rastplatz Aachen-Nord Station gemacht. Eine weitere Familie hatte die Nacht gegenüber auf dem Rastplatz Aachen-Süd verbracht. Alle vier Wohnwagen wiesen dieselben Einbruchsspuren an den Türen auf.

Bemerkt haben die Familien den nächtlichen Einbruch nicht. Auch ein Hund, der mit einer der Familien unterwegs war, sei in der Nacht ruhig gewesen und habe nicht angeschlagen.

Wie die Polizei Aachen am Montag mitteilte, wirkten die Betroffenen beim Eintreffen der Beamten „noch verschlafen“ und berichteten übereinstimmend von einem Kratzen im Hals und einem „komischen Geschmack im Mund“. Im Polizeibericht heißt es:  „Die Opfer und der Hund müssen jedenfalls im Tiefschlaf gewesen sein. Andernfalls hätten sie mitbekommen müssen, dass die Täter das Wohnmobil komplett durchsuchten: Schränke, Schubladen, Kleidung, Taschen.“

Die Polizei geht deshalb davon aus, dass die Diebe zunächst ein Gas in die Wohnwagen leiteten und die Insassen damit in einen tiefen Schlaf versetzten, bevor sie die Eingangstüren gewaltsam aufbrachen. Spuren, die diese Theorie belegen, konnten die Beamten nicht finden. „Der Nachweis für das Einbringen eines solchen Gases ist jedoch auch äußerst schwer“, heißt es hierzu seitens der Polizei.

Auf dem Rastplatz fanden die Beamten Taschen und Koffer, die die Täter nach ihrem Beutezug auf dem Areal zum Teil geleert hatten. Ausweise, Scheckkarten und Kreditkarten ließen sie zurück. Sie hatten es offenbar nur auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Die Polizei weist darauf hin, dass sich Camper mit verschiedenen Maßnahmen gegen Einbrüche und den Einsatz von betäubendem Gas schützen können. Gasalarmwarner schlagen beispielsweise auch bei K.O.- und Narkosegasen an. Darüber hinaus können Camper ihre Wohnwagen mit sogenannten Türsicherungen schützen. Diese Magneschalter melden ein „fremdes“ Türöffnen mit einem lauten, durchdringenden Ton.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert