In seinem „Wohnzimmer“ ist der Röher Prinz Weltmeister

Von: ran
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Rauschender Empfang: Mit Konfettiregen, einem Fahnenmeer und ganz viel Euphorie empfingen die Jecken der KG Onjekauchde Röhe „ihren“ Prinzen René I. und verwandelten die frisch getaufte „KGO-Prinzenarena“ für die Tollität in ein wahres Tollhaus. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler-Röhe. „Rüh is Prinz!“ Wer daran noch den leisesten Zweifel hegte, muss diesen spätestens seit Samstagabend metertief begraben.

Denn die Euphorie, der Enthusiasmus und die Hingabe, mit der die Jecken der KG Onjekauchde Röhe „ihren“ Prinzen Rene I. und dessen Zeremonienmeister Daniel samt großem Gefolge in der dem Anlass entsprechend umgetauften „KGO-Prinzenarena“ zur Prinzen- und Kostümsitzung empfingen und damit das Heimspiel zu einem unvergesslichen Erlebnis machten, sucht ihresgleichen.

Konfettiregen, ein von der Fahnenschwenkergruppe „verursachtes“ Fahnenmeer, ein wahrlich plakativer Willkommensgruß von der Husarentanzgruppe und ein närrisches Volk außer Rand und Band und selbstverständlich auf den Stühlen - so das Szenario, als die Tollität und der „Zerm“ gegen 22.30 Uhr ihr karnevalistisches „Wohnzimmer“ betraten.

Großartige Leistungen

„Alle nachfolgenden Sendungen verschieben sich um lediglich wenige Stunden“, machte Präsident Albert Schönenborn kurzerhand unmissverständlich deutlich, wer das Sagen hatte.

„Wir sind seit vier Wochen unterwegs und hoffen, unser Dörfchen janz jut´ vertreten zu haben. Doch auf diesen Abend haben wir ganz besonders hingefiebert. Nun sind wir vollkommen hin und weg von diesem Einmarsch, den ihr uns ermöglicht habt.

Ein Riesenkompliment an euch und an die gesamte Prinzen- und Onjekauchde-Mannschaft. Ihr habt großartige Leistungen vollbracht. Und dies mit nur einem halben Jahr Vorlaufzeit“, sparte der Narrenherrscher nicht mit Lob. Ganz persönlich bedankte sich Rene I. bei seinem Zeremonienmeister Daniel, dem Adjutanten Berthold Dormann und seinem Papa Albert Schönenborn.

Dann startete das Prinzenduo musikalisch mit „Me fiere va morjens bes am ovend osere Eschwiele Fastelovend“ mächtig durch und legte den „Eischwiele Jong“, den das Publikum einhellig in „Rüheter Jong“ umtextete, nach. Schließlich wurde aus dem Duett ein Terzett, als René und Daniel Präsident Albert Schönenborn in ihre Mitte nahmen und mit ihm „Prinz im Karneval“ anstimmten, das Lied, mit dem der aktuelle Prinzenpapa vor nunmehr 17 Jahren als seine Tollität Albert I. die Säle der Indestadt im Sturm erobert hatte.

Weitere Ehrerbietungen folgten: Der offizielle Sessionsorden des unbestritten besten Clubs der Welt, des 1. FC Köln, ziert nun genauso die Brust der indestädtischen Tollität wie auch sein eigener Prinzenorden. „Ich war während der Proklamation der erste, der ihn empfangen durfte. Zahlreiche Jecke folgten. Nun sollst auch du ihn endlich erhalten“, zeichnete „Zerm“ Daniel seinen Prinzen aus.

Auch das „Rahmenprogramm“, das die Onjekauchde-Verantwortlichen dem närrischen Volk während der Sitzung boten, war formidabel bis weltmeisterlich: Die Jugendabteilung der KG Onjekauchde Röhe heizte dem Publikum in der absolut vollkommen ausverkauften Arena bereits vor dem offiziellen Programmbeginn mächtig ein. Das Trommler- und Pfeiferkorps Röhe huldigte dem „Treuen Husaren“ und der Inde-stadt mit dem „Laridah“.

Das Tanzmariechen-Dreigestirn der Onjekauchde mit Michelle Schumacher, Denise Schumacher sowie Lea Pfeiffer bot einen wahren Augenschmaus, bevor die großartige Party-Band „Brass on Spass“ ihre Zuhörer während ihres „70er Rock-Medleys“ auf den „Highway to hell“ einlud.

Die Husarentanzgruppe präsentierte sich auf eigener Bühne bravourös, die stolze Scharwache hatte als Gastgesellschaft die „schönsten Männer aus Eischwiele-City“, die das „Stippeföttche“ darboten, das Tanzpaar Eva Gruppe/Sebastian Plönnes, den Regimentsspielmannszug unter der Leitung von Thomas Graff sowie den Gardetanz im Gepäck.

Büttenredner Alfred Wings berichtete als „Der Lange“ von den Fahrkünsten seiner Tochter als Führerscheinneuling und einem Deal, den diese ihrem alten Herrn angeboten habe: „Fahr du mit mir auf allen Wegen, dann werd´ ich dich im Alter pflegen!“ Gleich drei wahrhaft atemberaubende und ohrenbetäubende Auftritte boten die Show-Artisten Dustin und Gerd Wareé als Papierkünstler „Doc Shredder“, als rockiger Einrad-Alleskönner sowie als unglaublich verückte „Dolls-Company“.

Verblüffende Akrobatik

Die Narrengarde-Gardetenöre zeigten einmal mehr vollsten Körpereinsatz in alle Richtungen, als sie stimmgewaltig bekannten: „Dich gibt es nur einmal für mich...“.

Aus dem Staunen nicht mehr heraus kamen die Jecken im Saal, als die 20 Damen der Duisburger Showtanzgruppe „Calypso“ zu später Stunde mit verblüffender Akrobatik verdeutlichten, warum sie sich amtierender Welt-, achtfacher Europa-, elffacher Deutscher und 22-maliger NRW-Meister nennen dürfen.

Den würdigen Abschluss einer noch lange Zeit in Erinnerung bleibender Prinzen- und Kostümsitzung der KG Onjekauchde Röhe setzte schließlich die Mundartband „Los Rockos“, die ihrem Namen alle Ehre machte.

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