In Schubladen liegen Pläne für den Notfall

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Eine Szene aus Eschweiler: Im Mai 2007 rief eine Bombendrohung ein Großaufgebot der Polizei auf den Plan. Der „Scherz” kam den Schüler teuer zu stehen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Der Amoklauf von Winnenden erschüttert die gesamte Bundesrepublik. An den indestädtischen Schulen ist die Tragödie selbstverständlich auch ein großes Thema. Trotzdem versucht man, so wie am Städtischen Gymnasium, so weit es geht die Normalität des Schulalltags aufrecht zu erhalten.

„Wenn Gesprächsbedarf besteht, wird dies im Unterricht natürlich aufgegriffen”, versichert Schulleiter Ulrich Reinartz. Man wolle aber keinesfalls durch besondere Aktionen und Maßnahmen unangebrachte Hysterie verbreiten. Dazu gehört auch, dass die beiden Schulgebäude an der Peter-und-Paul- sowie Preyerstraße offen zugänglich bleiben.

„Natürlich halten wir stets Augen und Ohren offen”, haben Reinartz, Hausmeister Dieter Mallmann und alle Lehrkräfte stets einen Blick darauf, dass keine Fremden die Schulgebäude betreten. Abgeschlossene Türen oder sogar einen Sicherheitsdienst wird es am Städtischen Gymnasium allerdings nicht geben. „Einen Hochsicherheitstrakt wollen wir nicht aus unserer Schule machen”, mahnt der Schulleiter zu verantwortungsvollem und besonnenem Handeln in diesen Tagen.

Um für den schlimmsten Fall wäre man auch in der Indestadt gewappnet. So genannte Notfallmappen wurden in den vergangenen Jahren erstellt. Detaillierte Pläne der Schulgebäude, Ansprechpartner für den Notfall, Festlegung der Sammelplätze für Schüler, Standorte für die Rettungskräfte, aber auch für die Presse - all das fordern Innen- und Schulministerium des Landes NRW.

Und auch genaue Notfallstrategien werden regelmäßig geprobt und den sich ändernden Umständen angepasst. „Dazu gehören auch Fortbildungsmaßnahmen für Lehrer, wie sie sich in entsprechenden Situation verhalten sollen”, erklärt Eschweilers Schulreferent Dieter Kamp.

Die Notfallmappen liegen in den Schulen und bei der Polizei. In der Hoffnung, sie niemals aus der Schublade ziehen zu müssen.
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