In mehr als 500 Stunden entsteht ein Kunstwerk

Von: mio
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Sie hatten Spaß an der Sache und sind stolz auf ihr Kunstwerk: die Kinder des Hauses St. Josef und ihre Unterstützer. Foto: Mira Otto

Eschweiler. „Hier leben Kinder nicht nur, sie gestalten auch“, freute sich Ingo Müller, der Leiter des Freizeitbereichs des Hauses St. Josef. Seine Schützlinge haben schließlich eine eigene Plastik gestaltet. Mehr als 30 Kinder und mehreren Betreuern waren daran beteiligt. Jetzt wurde die Skulptur feierlich vorgestellt.

Nach mehr als 500 Arbeitsstunden und einem Jahr des Gestaltens sind nun eine Mutter mit Kind nach dem Vorbild der französisch-schweizerischen Maler- und Bildhauerin Niki de Saint Phalle im Haus zu bestaunen. „Dabei haben wir uns sehr über die tatkräftige Unterstützung gefreut“, sagte Ingo Müller. Denn die Arbeit an dem Kunstwerk war nicht einfach. Die Figuren werden von einem Stahlskelett aufrecht gehalten.

Daraufhin wurde der „Nana“, so lautet der Arbeitstitel des Werkes, ein Kaninchendraht hinzugefügt, der dem Ganzen die Form gibt. Auf diesem wurde Pappmaschee aufgebracht, nachdem Experimente mit anderen Stoffen wie beispielsweise Gips zuvor gescheitert waren. Nach der Verarbeitung von mehr als 100 Lagen Zeitungen entstand somit eine Pappmascheelage von über einem Zentimeter. Abschließend wurden die Gestalten grundiert und mit bunter Acrylfarbe bemalt.

Claudia Waibel, ehrenamtliche Mithelferin des Hauses St. Josef, war vom Ergebnis begeistert: „Auch wenn es ein sehr schwerer Aufbau war, haben die Arbeit mit den Kindern und die Gestaltung uns allen sehr viel Spaß bereitet.“ Durch den hohen Aufwand und auch die Rückschläge, die während der Arbeiten geschehen sind, habe man von den Kindern ein hohes Maß an Geduld gefordert. „Dies wurde später durch die Fertigstellung belohnt“, fügte sie hinzu.

„Es ist eine Darstellung mit Dynamik und soll bei jedem Anblick Lebensfreude ausstrahlen. So ist die Aussage, dass die Großen die Kleinen an die Hand nehmen und zusammen Freude haben“, erklärte Ingo Müller. Bald wird die Skulptur auf dem Gelände des Hauses St. Josef zu sehen sein. Wo genau, steht noch nicht fest, da schon alleine die Bodenplatte der Mutter 40 Kilogramm wiegt. Zudem muss die Skulptur im Inneren des Hauses einen Platz finden, da sie nicht wetterfest sei.

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