In der New Yorker U-Bahn setzen die Wehen ein

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Es sollte ein interessanter Aufenthalt in den Vereinigten Staaten werden. Dass er jedoch so aufregend wurde, hatte der indestädtische Zahnarzt Dr. Rudolf Zimmermann nicht gedacht: Seine Lebensgefährtin Najima Aalali brachte nämlich dort den zweiten gemeinsamen Sohn Noam zur Welt.

Mit freundlicher Unterstützung der New Yorker Polizei und der Stahlarbeiter in der U-Bahn am ehemaligen World Trade Center.

Einige Tage Hospitation

Doch der Reihe nach: Seinen Aufenthalt in New York hatte Dr. Rudi Zimmermann schon lange geplant. Einem bekannten Fachmann für kosmetische Zahnmedizin wollte er einige Tage über die Schulter schauen.

Da seine Lebensgefährtin hochschwanger war, wollte er sie allerdings nicht mit dem ersten gemeinsamen Sohn Ben-Amar alleine in Deutschland zurücklassen.

„Ich habe schon damit gerechnet, dass unser Kind in den Vereinigten Staaten geboren wird”, berichtet er. Aber der Sprössling suchte sich einen ganz besonderen Zeitpunkt aus.

Ausgerechnet in der New Yorker U-Bahn setzten starke Wehen ein. An eine Weiterfahrt war nicht zu denken. Am ehemaligen World Trade Center war Schluss.

Dr. Rudolf Zimmermann bat einen Stahlarbeiter und einen Sicherheitsmann um Hilfe: Diese informierten Rettungswagen und Polizei.

Alle packten schließlich mit an, um die Hochschwangere ins Krankenhaus zu bringen. Per Blaulicht ging es über die holprigen Straßen ins nächste Krankenhaus, das Downtown Hospital.

Nur eine Stunde später kam der 52 Zentimeter große und 4200 Gramm schwere Noam Zimmermann zur Welt. Für die Mutter war das Schlimmste nun überstanden, aber bis zum Rückflug gab es nun einige Hürden zu nehmen, denn die Deutsche Botschaft wollte zunächst keinen Pass für den Jungen ausstellen, weil eine Urkunde fehlte.

Hilfe vom Standesamt

Heinz Schmitz vom Eschweiler Standesamt stand Dr. Rudolf Zimmermann per Telefon zur Seite: „Dort wurde mir sehr geholfen.” Parallel beantragte der Zahnmediziner einen amerikanischen Pass.

Fazit: Mit zwei Pässen ausgestattet, konnte der kleine Noam schließlich mit seiner Mutter die Heimreise antreten.

Der Aufenthalt endete so nicht nur mit neuen medizinischen Erkenntnissen für Dr. Rudolf Zimmermann, sondern auch mit dem Wissen, dass „die Amerikaner sehr hilfsbereit sind”. Und Noam Zimmermann kann in einigen Jahren als Deutsch-Amerikaner eine aufregende Geschichte erzählen.
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