In der Indestadt feiern wie am Zuckerhut

Von: sh
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Ein „Prost” auf die erfolgreiche Session 2009/2010: Der Komitee-Vorstand mit (von links) Walter Münchow, Dieter Wolf, Gero Rhiem, Rudi Bertram, Norbert Weiland, Michael Römer und Manfred Wienands. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Irgendwie gilt Sepp Herbergers alte Fußballerregel „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel” auch für Eschweilers Karnevalisten: Nach der Session ist vor der Session! So traf sich das Karnevalskommitee am Dienstagabend zur großen Jahresschlusssitzung im Talbahnhof. Neben einer Rückschau auf die abgelaufene Karnevalszeit wurde der Blick auch schon wieder nach vorne gerichtet.

Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Anwesenden das Motto für die kommende Session 2010/11: „Ob Karneval in Rio, ob Karneval am Rhing, de schönste Fastelovend fiere mie he an de Eng!” Dafür arbeiten Komitee-Präsident Norbert Weiland und seine Vorstandsmannschaft auch weiterhin im Sinne der Eschweiler Brauchtumspflege. Und dass in der Indestadt mindestens so ausgelassen gefeiert werden kann wie am Zuckerhut, zeigte eindrucksvoll der Jahresbericht von Zekretär Michael Römer.

Der Nachfolger des jetzigen Ehrenratsvorsitzenden „Männ” Dohmen legte die Rückschau mit Bravour hin. In Reimform begann Römer seinen Bericht: „Jetzt steh´ ich hier als Zekretär, und folge Dohmens Männ daher! Die Schuh von Männ, die sind sehr groß, wie wachs ich rein, schaff´ ich das bloß?” Doch Michael Römer „arbeitete” sich vorzüglich durch den Rückblick, so dass selbst sein Vorgänger anerkennend nickte. „Nur am Platt müssen wir noch ein bisschen arbeiten, aber das bekommen wir auch noch hin”, schmunzelte derweil Weiland.

Von Krisen ließen sich Eschweilers Karnevalisten, da waren sich die Vertreter aller Gesellschaften einig, weder abends noch morgens abschrecken. Allen voran Prinz Marco Zimmermann mit Zeremonienmeister Hans-Willi Huth feierten, schunkelten und sangen sich mit Leidenschaft und Fastelovendssinn durch „Eischwieles jecke Säle”.

Im Beisein des wenige Tage zuvor gewählten Präsidenten des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), Reiner Spiertz, lud Prinz Marco zur deftigen Wurstplatte nebst Brötchen und Senf ein. Und ein letztes „Eischwiele Alaaf” ließ sich „Hubba Bubba” von Norbert Weiland auch nicht verbieten.

Einige kritische Punkte sprach der Komitee-Vorstand schließlich auch noch an. So gebe es beim kommenden Rosenmontagszug keine Ausreden mehr, wenn so genannte „Wagenengel”, die aus Sicherheitsgründen jeden Festwagen begleiten müssen, fehlen. Weiland sprach allen ins Gewissen, dass bei erneuter Missachtung der Vorschriften die entsprechenden Wagen 2011 von den Ordnungsbehörden zu Beginn der Strecke aussortiert würden. Auch die übermäßige Beschallung einiger Wagen im Umzug, die den drumherum marschierenden Musikkorps ein vernünftiges Spiel kaum ermöglichten, wurde moniert.

Gewählt wurde abschließend auch noch, allerdings in Sekundenschnelle. Neben Ralf Sommer und Michael Schümmer ist Joachim Haas neuer Kassenprüfer des Karnevalskomitees.
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