Eschweiler - In allen elf städtischen Kitas wird gestreikt

In allen elf städtischen Kitas wird gestreikt

Von: tob
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Ab Montag legen die Erzieherinnen die Arbeit nieder. Es gibt Notgruppen. Foto: Oliver Berg/dpa

Eschweiler. Heute treten die ersten Kitas in den unbefristeten Streik. Das hatte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske nach einer Urabstimmung über den Arbeitskampf am Mittwoch angekündigt. In der Abstimmung sprachen sich demnach 92,44 Prozent der Beschäftigten für den Streik aus. In Eschweiler müssen die Eltern ab Montag mit Beeinträchtigungen rechnen.

Betroffen sind dabei die Eltern der Kinder, die eine städtische Einrichtung besuchen. 31 Kitas gibt es in der Indestadt, elf davon befinden sich in der Trägerschaft der Stadt, vielmehr der BKJ. Die städtischen Kindergärten sind vor einer Weile in die Anstalt des öffentlichen Rechts „Betreuungseinrichtungen für Kinder & Jugendliche der Stadt Eschweiler, Anstalt des öffentlichen Rechts – BKJ“ überführt worden.

Andere Träger in der Indestadt sind die Awo, die Caritas, der Christliche Kindergartenverein Eschweiler, die katholische Kirche und die einrichtung Immenhofkinder wird privat betrieben.

Alle elf Kitas werden bestreikt, erklärte Stadtsprecher René Costantini am Donnerstag auf Anfrage. In drei Kitas läuft der Betrieb vorübergehend normal weiter: In der Kita Auf dem Driesch am 11. und 12. Mai sowie vom 18. bis zum 22. Mai; in der Kita an der Silvesterstraße vom 11. bis zum 15. Mai und in der Einrichtung an der Weierstraße vom 11. bis zum 13. sowie vom 18. bis zum 22. Mai.

In einigen der übrigen Kitas werden laut Stadt Notgruppen eingerichtet. In welchen das der Fall sein wird, stehe noch nicht fest, so Costantini. Sämtliche Kitas seien jedoch so besetzt, den Eltern zumindest Auskunft geben zu können. Eltern sollten sich am heutigen Freitag oder eben Anfang der Woche erkundigen, wo es Notgruppen gebe.

Stadt beantwortet Fragen

Wer Fragen hat, kann sich bei der Stadt an Olaf Tümmeler wenden: Telefon 02403/71-308.

Nach fünf Runden hatten die Gewerkschaften die Tarifverhandlungen für die bundesweit 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter in kommunalen Einrichtungen für gescheitert erklärt. Ver.di, GEW und dbb fordern eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe unter anderem durch eine höhere Eingruppierung. Nach Angaben der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beläuft sich die Gesamtforderung auf 1,2 Milliarden Euro.

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