Immer mehr Familien finanziell in Nöten

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Eschweiler. Die Zahl der Schwangeren, die finanzielle Unterstützung aus der Bundesstiftung Mutter und Kind erhalten haben, ist im Jahr 2010 um 28 Prozent gestiegen ist.

Das resümiert die Beratungsstelle der Awo für Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung, Grabenstraße 76, in Eschweiler. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die finanziellen Nöte vieler Familien größer geworden sind. Familien mit geringem Einkommen oder SGBII-Empfänger stellten häufiger Anträge zur Babyerstausstattung etc.

In der Schwangerenberatung, die 60 Prozent aller Beratungen ausmachte, wurden Frauen und Paare zu allen Fragestellungen wie Elterngeld, Elternzeit, Mutterschutzbestimmungen und finanziellen Hilfen beraten.

Über 300 Schwangere haben sich hilfesuchend an die Beratungsstelle gewand, weil sie einen Schwangerschaftskonflikt hatten.

Als die häufigsten Gründe mit 65 Prozent wurden die körperliche/und oder psychische Verfassung der Frau genannt, was einer Überforderung gleichkam. Ebenso standen auch finanzielle Gründe sehr im Vordergrund bei der Erwägung einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen.

Für viele Frauen, die SBGII-Leistungen beziehen ist es nicht/oder kaum möglich, ein für sie sicheres und langfristiges Verhütungsmittel zu finanzieren. Daher hat die Awo im Verbund mit anderen Beratungsstellen in der Städteregion den Verhütungsmittelfond vorangetrieben, der dann bedürftigen Frauen zu gute kommen soll.

In 58 Fällen ließen sich Frauen und Männer in Sexual- und Paarproblemen beraten, bei 9 Paaren stand die Beratung zur Familienplanung im Vordergrund. Insgesamt wurden 1098 Personen beraten und 389 Personen über Gruppenangebote erreicht.

Ein wichtiges Gruppenangebot im Jahr 2010 war die Gruppe „Junge Mütter” bis 21 Jahre mit ihrem Kind. Bei diesen Treffen haben junge Frauen Gelegenheit unter anderem Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen, viel über die Mutter-Kind-Bindung zu erfahren oder über einen Wiedereinstieg in Schule bzw. Ausbildung nachzudenken.
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