Immenhofkinder freuen sich auf ihr Haus im Grünen

Von: ran
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Nothberg, In den Benden 20: Hier soll im August ein Kindergarten mit außergewöhnlichen Öffnungszeiten in Betrieb gehen. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Auch in Eschweiler steigt weiterhin der Betreuungsbedarf sowohl für Kinder unter als auch ab drei Jahren. Um vor allem Eltern, die im Schichtdienst berufstätig sind, Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder zu eröffnen, wurde die Elterninitiative „Immenhofkinder e. V.“ ins Leben gerufen. Diese beabsichtigt zum 1. August dieses Jahres die Inbetriebnahme eines Kindergartens in Nothberg.

Die Besonderheit: Die Kindertageseinrichtung, die „In den Benden“ entsteht, wird von 5.30 Uhr bis 21 Uhr geöffnet sein, wobei die maximale Betreuungszeit, die bei einer Buchung von 45 Wochenstunden neun Stunden pro Tag beträgt, nicht überschritten werden wird.

In ihrer Sitzung beschlossen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses nun einstimmig, die Elterninitiative als Träger der freien Jugendhilfe anzuerkennen. Weiterhin wurde dem Rat empfohlen, der Inbetriebnahme eines zwei-gruppigen Kindergartens in Trägerschaft der Elterninitiative zuzustimmen und den Trägeranteil in Höhe von vier Prozent (im Kindergartenjahr 2013/14 sind das 12702,92 Euro) zu übernehmen.

In der neuen Einrichtung sollen ab August insgesamt 40 Kinder, davon maximal zwölf Kinder unter drei Jahren, je 45 Stunden pro Woche betreut werden. Die Einrichtung entsteht in einem umgebauten Wohnhaus, das von Feldern und Wiesen umgeben ist. Laut Verwaltung wurde der Landschaftsverband Rheinland frühzeitig in die Planungen einbezogen.

Die neue Kindertagesstätte wird sich zwar in unmittelbarer Nähe des katholischen Kindergartens St. Cäcilia Nothberg befinden, auf Grund der unterschiedlichen Konzeptionen wird laut Verwaltung aber keine Konkurrenzsituation entstehen. Darüber hinaus sei die Inbetriebnahme zur Deckung des Betreuungsbedarfs dringend erforderlich.

Die Betriebskosten der neuen Betreuungseinrichtung werden im Kindergartenjahr 2013/2014 insgesamt 317.572,80 Euro betragen. Davon entfallen 122.265,53 Euro auf das Land (38,5 Prozent), sowie 182.604,35 Euro (57,5 Prozent) auf die Stadt Eschweiler. Zuzüglich des Trägeranteils (4 Prozent), der sich auf 12.702,92 Euro beläuft, stehen also Kosten von 195.307,27 Euro zu Buche.

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses äußerten sich ausnahmslos positiv: „Die Initiative der Eltern schließt eine Lücke in Eschweiler“, betonte Manfred Waltermann von der UWG, der eine baldige Besichtigung der Einrichtung durch den Jugendhilfeausschuss anregte.

Mariethres Kaleß, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Eschweiler, begrüßte als Sachkundige Einwohnerin, dass eine Deckelung der maximalen Betreuungszeit auf 45 Stunden vorgesehen sei. „So kann nicht der Vorwurf erhoben werden, die Kinder würden dort von ihren Eltern von morgens bis abends abgegeben werden.“

Auch Maria Mund (CDU) sieht die Inbetriebnahme der Betreuungseinrichtung positiv, gab aber aus pädagogischer Sicht zu bedenken, dass sich die Kinder auf Grund der langen Betreuungszeiten auf unterschiedliche Bezugspersonen einstellen müssten.

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