Im Zelt am Dom ist beste Stimmung garantiert

Von: chh
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Sorgten im Nothberger Festzelt am Dom 2000 für beste Stimmung: Elferratspräsident Frank Fischer (hinten, Mitte) und die charmanten Ladies der Nachwuchs-Mädchengarde. Foto: Christoph Hahn
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Vielfältig verdient um die Fastelovend nicht nur in seinem Heimatort Nothberg: Franz Kohler (rechts) wurde von einer Delegation des Karnevalskomitees unter Führung von Vizepräsident Walter Münchow (links) mit dem Silbernen Stern geehrt.

Nothberg. Das Publikum verlieh das Gütesiegel: Nicht einen freien Platz gab es mehr im Festzelt am Dom 2000 gleich neben dem Nothberger Euregiobahn-Haltepunkt, als dort die Aktiven der KG Nothberger Burgwache zur ersten Sitzung der Session die Bühne stürmten.

Ein rasantes Programm, bei dem Kräfte aus den eigenen Reihen das närrische Geschehen dominierten, und ein bestens aufgelegter Präsident Frank Fischer nebst mindestens ebenso jecken Elferräten sorgten dafür, dass die gute Laune zu keinem Augenblick ausging – unverfälschter Volkskarneval eben.

Schon der Auftakt ließ die Zuschauer staunen – und gab ihnen Rätsel auf. Zum Beispiel: Wie viele Menschen passen eigentlich auf die Bühne? Exakte Antwort: unmöglich zu zählen. Denn beim Einzug marschierten die Gastgeber mit voller Mannschaftsstärke auf die Bühne. Garden, Mariechen, Spielmannszug, Jugendabteilung, einfach alle Uniformträger und -trägerinnen marschierten auf und zeigten (teilweise mit rasanten Show-Einlagen, nicht zuletzt von Mariechen Jasmin Kardung und dem Tanzpaar Kim Mosbeux/Sebastian Gühsgen) Präsenz.

Denn Fastelovend gehört in Nothberg zu den professionell dargebotenen Spezialitäten nach Hausmacherart, wie im Anschluss auch der bravouröse Auftritt der von Angela Stoll und Janine Gohde trainierten Nachwuchs-Mädchengarde dokumentierte.

Auch die Inde-Singers (Präsident Fischer: „Ein Stimmungsgarant“) gehören quasi zur Familie. Wenngleich das Septett aus den Bösen Buben hervorgegangen ist, wurden seine Mitglieder im Nothberger Festzelt wie zu einem Heimspiel begrüßt.

Günter Lenzen und die Seinen bedienten ihre Zuhörer nicht nur zuverlässig mit schmissigen Liedern – sie lockten sie ein ums andere Mal von den Stühlen, brachten sie zum Singen und Tanzen, mit Liedern wie „De Mädcher“, „Ja, mer fiere Fastelovend“ und „Ohne dich ist alles doof“, kurzum: mit einem Mix aus Musikalität, Mutterwitz und bodenständigem Charme.

Letzteren Charakterzug zeigte auf ihre Weise auch Stefanie Bücher alias „Et Breijmuhl van Bersch“, deren saftige Szene aus dem dörflichen Leben die Lachmuskeln der Jecken im Zelt ein ums andere Mal attackierten.

Einen Gag an den anderen reihte auch „Der Flachlandtiroler“ Ralf Gerresheim, der (aus Jüchen-Otzenrath, südöstlich von Rheydt) die weiteste Anreise des Abends hinter sich gebracht hatte – ein absoluter Gewinn, denn Gerresheims Pointen wirkten, in zungenflinker Diktion unters Volk gestreut, frisch und kein bisschen abgelutscht.

Mehr noch: Zur tosenden Begeisterung der Nothberger setzte Gerresheim zu einem echten Jodler an und geizte auch da nicht mit seinem Künsten. Vor allem: Seinem Pseudonym machte der Gast auf diese Weise alle Ehre.

Von Auftritten des Duos „Schlabber und Latz“ aus Alsdorf und der „Blechharmoniker“ aus Köln abgesehen, sorgten die Gastgeber auch weiterhin für Glanz- und Höhepunkte. Männertanz- und Jugendshowgarde wussten ebenso zu gefallen wie Die Nothberger, die mit ihrem satten Blechbläser-Sound die Stimmung noch weiter anheizten.

Eine Ehrung gab es auch noch: Eine Delegation des Karnevalskomitees unter Führung seines Vizepräsidenten Walter Münchow ehrte den Nothberger Franz Kohler mit dem Silbernen Stern. Kohler hat sich, wie Münchow nicht zu erwähnen vergaß, nicht nur als Elferrat der Burgwache (damit setzt er Gesundheitsgründen derzeit aus) um die Pflege der Eischwiele Fastelovend in der Indestadt verdient gemacht – auch mit seiner Zugmaschine dafür gesorgt, dass die Karnevalisten Kurs halten können.

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