Im Südstaaten-Rock aus Houston hat vieles Platz

Von: psi
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Joshua Davidson ist „The Orq”. Mit seinem Trio steht der Texaner am 13. Juli auf der Bühne des Kulturzentrums Talbahnhof. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. „The Mighty Orq”? Hört sich an wie der Name eines Superhelden aus einem Comic. Diese als Kompliment gemeinten Worte eines texanischen Musikkritikers treffen aber nicht ins Schwarze. Hinter „The Mighty Orq” stecken Joshua Davidson (Gesang, Gitarre), Westside Johnny am Bass und Matt Johnson (Schlagzeug, Gesang).

Die drei sympathischen Jungs waren bereits zweimal zu Gast im Kulturzentrum Talbahnhof. Wer sie bislang nicht gesehen und gehört hat, sollte dies am Dienstag, dem 13. Juli, ab 20 Uhr im Talbahnhof nachholen.

Zurzeit schimpft sich zwar alles „Power-Trio”, was im Bluesrock-Genre in kleiner Trio-Besetzung auf der Bühne steht, aber die jungen Herren aus Houston/Texas zelebrieren ihre persönliche Perspektive vom Südstaaten-Rock völlig ohne überschüssige Energie, dafür mit einer wohldosierten Mischung aus völlig verschiedenen Einflüssen.

Dazu zählen ZZ Top, die Arc Angels und - man höre und staune - sogar ein klein wenig Stevie Wonder. Wenn Joshua Davidson etwa den Wonder-Klassiker „I believe” zum Besten gibt, dann tut er das mit einer einfühlsamen Soul-Stimme, die sich vom Durchschnitts-Blues-Gegröhle wohltuend abhebt. Besucher dürfen sich am 13. Juli auf jede Menge eigener Kompositionen der Texaner freuen, aber auch auf ein paar Cover-Versionen bekannter Artisten, die es in sich haben. Wenn Davidson mit piepsiger, aber absolut tonhöhensicherer Stimme „Kiss” von „Prince” nachahmt, dann hat das schon etwas äußerst Unterhaltendes. Und mit dem Hendrix-Klassiker „Purple Haze” überzeugen The Mighty Orq meist bei ihrer Zugabe auch die Eingefahrensten unter den Traditionalisten.

Seit 2002 schufen die drei Texaner insgesamt vier Alben. Mit den elf Nummern ihrer vergangenen (wie immer selbstproduzierten) Veröffentlichung „To the Bone”, bewiesen die Jungs ein weiteres Mal, dass man auch Bluesrock mit eingängigen Melodie-Linien verbinden kann, ohne zu sehr ins seichte Fahrwasser des Pop abzudriften.
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