Im „Städti” kennt Weihbischof Johannes Bündgens sich bestens aus

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Gespräche unter Kollegen: Gem
Gespräche unter Kollegen: Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Andreas Frick (rechts) stellte sich Weihbischof Dr. Johannes Bündgens der Diskussion.

Eschweiler. Weihbischof Dr. Johannes Bündgens nimmt zurzeit Visitationen in den Gemeinden des Bistums vor. Zum Programm dieser bischöflichen Visitation gehört unter anderem ein Besuch der Fachschaft Religion des Städtischen Gymnasiums Eschweiler. Dieser Besuch fand am Montag, dem 21. Mai in den Räumen des neuen Ganztagsgebäudes statt.

Begleitet wurde Dr. Bündgens von Pfarrer Dr. Frick, dem Leiter der Gemeinden Eschweiler-Mitte und von Frau Wurzel aus der Abteilung Erziehung und Schule des Bistums Aachen.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Dr. F. Mersch und den Vorsitzenden der Fachschaft Katholische Religionslehre, OStR J. Beilharz sowie einer anschließenden Vorstellungsrunde berichtete Dr. Bündgens zunächst über seine eigene Schulzeit am Städtischen Gymnasium, die er 1974 mit dem Abitur beendet hatte. Er habe „viel der Schule zu verdanken”, sagte der Weihbischof, verwies dabei auch auf den damaligen Schulleiter, Dr. B. Mönninghoff (Schulleiter 1962-1975), und - nicht ohne ein Schmunzeln - auf den damaligen Lehrer H. Joussen, der vielen ehemaligen „Städtis” immer noch ein Begriff ist.

Das Städtische Gymnasium sei das „Aushängeschild” der Stadt Eschweiler, so der Weihbischof. Hier gebe es eine Meinungsvielfalt und Pluralität, womit auch neue Herausforderungen insbesondere auf den Religionsunterricht zukämen, wie z.B. der für 2013 geplante muslimische Unterricht. Am Städtischen Gymnasium sei der katholische Religionsunterricht „gut verwurzelt”.

Das Fach habe den gleichen Stellenwert wie andere Fächer und sei kein „Lückenfüller”, wie es an vielen anderen Schulen zu beobachten ist, bestätigten anwesende Schüler. Es ist ein vollwertiges und anspruchsvolles Fach. Des Weiteren gebe es am Städtischen Gymnasium einen sehr interessanten Lernstoff, viele Projekte und regen Austausch mit Schülerinnen und Schülern, was das Fach zu einem „anspruchsvollen Fach” macht und auch zum fachübergreifenden Nachdenken, z. B. über Politik, anregt, so ein Schüler aus der Runde.

Dies wurde auch von Seiten der Lehrer bestätigt. Am Städtischen Gymnasium Eschweiler ist es im Vergleich zu anderen Schulen einfacher, dass Fach Religionslehre im Stundenplan gleichzeitig tz verankern.

Dr. Bündgens bestätigte dies und meinte, Theologie sei heute, trotz der in der katholischen Kirche vorherrschenden Probleme, keinesfalls überflüssig. Als einstige Ursprungswissenschaft an Universitäten gelehrt, werde die Theologie leider heute oft an den Rand gedrückt.

Eine Universität ohne einen Fachbereich Theologie sei, so der Weihbischof, „lediglich ein Rumpfunternehmen”. Das Interesse nach der Suche nach Werten, Sinn und Gott sei immer noch tief verwurzelt. Hierzu diene insbesondere der Religionsunterricht, der durch das Engagement der Religionslehrer „der Kirche ein Gesicht” gebe. In Bezug auf die Ausbildung der Religionslehrer meinte Dr. Bündgens, dass das Fach katholische Theologie bei den Studenten, insbesondere an der RWTH Aachen, sehr beliebt sei.

Pfarrer Dr. Frick fügte hinzu, er sei froh über die Art und Weise der Zusammenarbeit zwischen dem Städtischen Gymnasium und der Pfarre St. Peter und Paul. So seien die mit viel Engagement seitens der Schüler- und Lehrerschaft geplanten und durchgeführten Schulgottesdienste ein fester Bestandteil des Schullebens. Die Schüler betonten, sie werden durch den Gottesdienst sehr angesprochen, und der Schulgottesdienst des Städtischen Gymnasiums Eschweiler ist ein hervorragendes Beispiel für einen modernen Gottesdienst.

Am Ende der Visitation konnten die anwesenden Schüler und Lehrer dem Bischof Fragen stellen, aber auch Wünsche und Kritik äußern.
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