Eschweiler - Im Schulzoo wird wieder gemeckert und gegackert

Im Schulzoo wird wieder gemeckert und gegackert

Von: mut
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Willkommen im neuen Zuhause: D
Willkommen im neuen Zuhause: Die ersten Tiere nahmen jetzt die neugestaltete „Farm” der Fährmann-Schule in Beschlag. Foto: Anna Reinmuth

Eschweiler. „Tiere bilden eine Brücke zwischen Kindern und erhöhen das Zusammengehörigkeitsgefühl aller unserer Schüler im Alter zwischen 6 und 17 Jahren”, sagt Carolin Emonds-Seeger, Projektleiterin und Sozialarbeiterin an der Willi-Fährmann-Schule. Aus genau diesem Grund setzt die Förderschule in Eschweiler auf ein enges Miteinander von Kindern und Tieren.

Nach nun drei Jahren umbaubedingter Abwesenheit der Tiere durften nun zwei Schafe, zwei Hängebauchschweine, zwei Ziegen, vier indische Laufenten, Kaninchen und Meerschweinchen sowie Hühner und zwei Hähne ihre neuen Stallungen im hinteren Bereich der Schule beziehen.

Einige Schüler wollten sich die Ankunft der Tiere von Hamburg durch den Tierschutzverein Terra Mater nicht entgehen lassen und warteten am frühen Abend gespannt auf den Tiertransporter.

Deutlich erleichtert und glücklich marschierte die Ziege Heidi als erste aus dem Hänger, gefolgt von den zwei Schafen. Die Tiere erkundeten neugierig ihre neue Heimat und stillten den ersten Hunger mit leckerem Gras. Begeistert von den zum Teil selbst gestalteten Ställen mit Klettergehege für Heidi beobachteten die Anwesenden die Eingewöhnungsphase der Tiere. Gemeinsam mit den Schülern schafften die Lehrkräfte ein artgerechtes neues Zuhause für die Tiere.

Verständnis für die Umwelt

Gemeinsam mit den Schülern wurde ein Teich für die indischen Laufenten angelegt. Sie sollen zukünftig den schuleigenen Gemüsegarten vor Schnecken schützen.

Neben den vier Hunden werden alle anderen Tiere an der Schule von Schülern aller Altersklassen akzeptiert, gepflegt und versorgt. Die Tiere werden in den Schulalltag voll eingebunden, so Emonds-Seeger. In Form von AGs, Pausenbeschäftigung, Praxis im Biologieunterricht, aber auch durch Einzelbetreuung wird die tiergestützte Pädagogik an der Willi-Fährmann-Schule praktiziert. Die Nähe zum Tier und somit zur Umwelt liefert den Kindern einen sinnvollen Beitrag zum Verständnis der Realität und zum Umgang im Alltag.

Annahmen von Kindern, wie das Ei kommt aus der Kühltheke oder aber die Milch kommt aus dem Beutel, sind heute nichts Ungewöhnliches. Kinder der Willi-Fährmann-Schule hingegen können genau diese Irrtümer durch den praktischen Bezug umgehen. Den Weg vom Huhn zum Ei hautnah miterleben zu können bedeutet, essentielle Zusammenhänge und Prozesse kennen lernen. Die neuen Mitbewohner der Willi-Fährmann-Schule werden den Schülern zukünftig viele schöne, spannende aber auch arbeitsintensive Stunden bereiten.
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