Im Pavillon am See steht Bildung obenan

Von: Rudolf Müller
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Hier soll demnächst reges Leben herrschen: Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft nutzt ab Ende dieses Jahres den rechten der beiden Pavillons am Blausteinsee für eine Dauerausstellung und wechselnde Umweltbildungsmaßnahmen für Kinder und Erwachsene. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Es war Anfang November 2011, als die Stadt hochkarätige Mieter im Obergeschoss eines der beiden doppelstöckigen Pavillons am Blausteinsee begrüßte: Hier, direkt an der Plaza vor der Seebühne mit wunderbarem Blick auf See und Landschaft ringsum, eröffnete die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft eine Zweigstelle.

Deren Leiter Stephan Miseré und Projektleiter Thomas Steffens sollten hier Fragen rund um Landwirtschaft und Naturschutz beantworten und als Partner für kooperative Naturschutzmaßnahmen (Biotop- und Artenschutz) zur Verfügung stehen.

Sie sollten bei Ausgleichs-, Ersatz- und Artenschutzmaßnahmen sowie bei der treuhänderischen Verwaltung von Naturschutzflächen helfen. Zu ihren Aufgaben sollten außerdem die Erstellung von Gutachten, die Klärung von Forschungsfragen sowie Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit gehören.

Allerdings blieb es weitestgehend bei Absichtserklärungen: „Mangels finanzieller und personeller Ressourcen“, so erklärt die Stadt jetzt, fünf Jahre später, „konnte dieses Ziel leider nicht umgesetzt werden, so dass die Räumlichkeiten faktisch leerstehen.“

Das soll sich nun ändern: Die Stiftung will hier ein Informationszentrum mit dem Namen „Naturhaus Rheinland“ installieren. Geplant war ein solches Infozentrum ohnehin – Eschweilers Stadtverwaltung gelang es, die Stiftung zu überzeugen, dass die bislang leerstehenden Räume am Blausteinsee der richtige Standort dafür sind. Dazu überlässt die Stadt der Stiftung das gesamte nördliche Gebäude mietfrei; die Nebenkosten werden geteilt.

Zudem soll eine städtische Mitarbeiterin 20 Stunden pro Woche die Stiftungsarbeit unterstützen. Neben einer innovativen Dauerausstellung (Eintritt frei) sollen ab Ende dieses Jahres im Gebäude Blausteinsee 57 attraktive Umwelt- und Naturbildungsmaßnahmen für Kinder und Erwachsene angeboten werden, ergänzt durch ein interessantes Jahresprogramm von Umwelt-, Natur- und Freizeitmaßnahmen. Ermöglichen sollen dies Kooperationspartner, die es allerdings noch zu finden gilt.

Befristet ist das Projekt zunächst bis zum 31. Januar 2019, „ist aber grundsätzlich länger angelegt“, betont die Verwaltung, die dem Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Stiftung vorlegt.

Der reguläre Bürobetrieb der Stiftungszweigstelle ist damit im Gebäude am See nicht mehr möglich; er soll zum Jahresende in frei werdende Räume des Drimbornshofs umziehen.

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