Eschweiler - Im Fokus: Jobs für Junge, die Alten helfen

Im Fokus: Jobs für Junge, die Alten helfen

Von: Tobias Röber
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Der demografische Wandel macht
Der demografische Wandel macht es notwendig, dass sich immer mehr junge Leute fürsorglich um immer mehr ältere kümmern müssen. Das Projekt „Xenos-Zirqel” zielt unter anderem darauf, möglichst viele junge Menschen in Pflegeberufe zu bringen. Foto: imago/Emil Umdorf

Eschweiler. „Jetzt aber weg hier, Opi!” Diesen oder einen ähnlichen Satz könnte ein Jugendlicher laut Anna Zeien von low-tec tatsächlich sagen, wenn er etwa mit einem Skateboard an einem älteren Mann vorbeifährt und der nicht schnell auf Seite hüpfen kann.

Dass der „Opi” vielleicht nicht schnell genug auf Seite springen kann, weil er körperlich dazu nicht in der Lage ist, wissen viele Jugendliche gar nicht. Oder sie machen sich keine Gedanken darüber. Einen Beitrag unter anderem zum besseren Verständnis zwischen Jung und Alt liefert ein neues Projekt: Xenos-Zirqel. Erst vorigen Freitag kam der Zuwendungsbescheid über satte 2,7 Millionen Euro. Das Projekt läuft über drei Jahre. Die erste Veranstaltung steht am heutigen Montag an. Verantwortlich für das Projekt ist die low-tec gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zusammen mit vier Teilprojektträgern: der Stadt Eschweiler, dem Nell-Breuning-Haus Herzogenrath, dem DRK-Kreisverband Städteregion Aachen und dem Awo-Kreisverband Aachen Land.

Fünf Teilprojekte

„Xenos-Zirqel” steht für Zentrum für Interkulturelle Kompetenzen und Qualifizierung im Gesundheitssektor mit dem Schwerpunkt Pflege und Betreuung in der ländlichen Grenzregion Aachen/Düren. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Xenos - Integration und Vielfalt” umgesetzt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vom Europäischen Sozialfonds gefördert.

Und es geht natürlich um weit mehr als vorbeifahrende Skater. Mit intensiven persönlichen und multikulturellen Informationen für Familien und Qualifizierungs- und Ausbildungsangeboten möchte Xenos-Zirqel die Erwerbssituation von Jugendlichen und Erwachsenen im Gesundheitssektor verbessern. In Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und Einrichtungen sollen zudem die Mitarbeiterpotenziale im Gesundheitssektor für einen Gesundheitssektor im Wandel gestärkt werden.

Bereits seit Januar arbeiten die Projektpartner intensiv, doch erst mit dem Förderbescheid kann es so richtig losgehen. Die fünf Teilprojekte beschäftigen sich mit den Themen: Pflegeberufe kultursensibel gestalten, junge Menschen auf dem Weg in Gesundheitsberufe begleiten, regionale Einrichtungen und Betriebe im Gesundheitssektor unterstützen, Familien mit Zuwanderungsgeschichte zum Gesundheitssektor informieren und Informationsportal zu Qualifizieriung, Ausbildung und Angeboten im Gesundheitssektor.

Einladung ins Rathaus

Zum Fachforum am Montag im Eschweiler Rathaus von 10 bis 15 Uhr sind alle interessierten Bürger eingeladen. Es gibt jede Menge Informationen, und es kommt auch ein sogenannter Alterssimulationsanzug zum Einsatz. In diesen können etwa Jugendliche schlüpfen und sehen wie es sich anfühlt, „Opi” zu sein.
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