Im Dürwißer Freibad fließt vor dem Wasser erst noch Beton

Von: Stefan Schaum
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Kein Wasser, stattdessen Arbei
Kein Wasser, stattdessen Arbeit mit der Wasserwaage: Armin Lenz, Mitarbeiter der Firma Landwehr Wassertechnik, prüft den Sitz der Wasserausströmöffnungen im Schwimmerbecken. Die Rohre selbst werden unter einer Betonschicht verschwinden. Foto: Stefan Schaum

Eschweiler. Erst fließt der Beton, dann das Wasser. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis im Freibad in Dürwiß Gäste ins Becken dürfen. Dort bleiben vorerst die Handwerker unter sich. Nicht nur das Schwimmerbecken wird derzeit neu aufgebaut, auch in den Umkleiden und Beeten tut sich einiges.

„Das wird mal super aussehen”, sagt Badebetriebsleiterin Gabriele Korsten, „ich freu mich richtig drauf.” Sie sieht die Lavendelsträucher schon vor dem geistigen Auge. Die sollen auf einem grünen Rasenhang gleich neben dem Schwimmerbecken blühen, der derzeit bloß ein brauner Erdhaufen ist. „Wir versuchen möglichst viel mediterranes Flair in das Bad zu bringen. So ein Stück Urlaubsgefühl vor der Haustür.”

Nach der Schließung des Bades im September hat der zweite Bauabschnitt der Badrenovierung begonnen. Hatte 2008 das Nichtschwimmerbecken neue Rohre und eine Innenhaut aus Folie bekommen, die die alten Fliesen ersetzt hatte, ist nun das Schwimmerbecken an der Reihe. Noch liegen dessen neue Leitungen auf dem teilweise aufgestemmten Boden, bald werden sie unter einer Betondecke verschwunden sein. Dann können die Wände verkleidet werden. Edelstahl soll schließlich die Beckenränder abrunden, Startblöcke für den Sprung ins Wasser soll es auch geben.

Die Schneemassen des Winters und eine lange Frostperiode hatten die Arbeiten verzögert. Statt der üblichen Öffnung des Bades Mitte Mai ist der 27. Juni anvisiert, wie Helmut Friedrichs, Leiter des Amtes für Schule, Sport und Kultur sagt. Eventuell soll dafür eine Woche Öffnungszeit im September angehängt werden - falls die Temperaturen es erlauben.

Ausgewaschene Fugen

Bis zur Öffnung bleibt viel zu tun. Die Fugen in den Duschräumen müssen teilweise erneuert werden. „Die sind oft nach einem Jahr Dauerbetrieb richtig ausgewaschen”, sagt Gabriele Korsten. Auch frische Farbe braucht es hier und da, etwa an den Türrahmen. Und aus einer rot-blauen Rutschbahn soll eine einheitlich rote werden. Korsten: „Vor zwei Jahren wurden schon Teilstücke der ehemaligen blauen Bahn ausgetauscht, jetzt soll auch der Rest erneuert werden.”

Neben den großen Arbeiten fallen viele kleine an: Die Technik im Keller überprüfen, das Wasser aus dem Nichtschwimmerbecken ablassen und die Wände reinigen, Hecken schneiden, Wege säubern. Die Mühe soll sich lohnen. An guten Wochenenden sind schon mal bis zu 2000 Besucher im Bad. „In der vergangenen Saison hatten wir gut 45 000 Menschen hier”, sagt Gabriele Korsten. Und sie weiß: „Für manchen sind die Freibadbesuche zu einer Art Ersatz für eine Urlaubsreise geworden.” Der „Ersatz” kann sich sehen lassen, findet sie. „Die frische Luft, das Wasser - ein Tag im Freibad hat schon ein besonderes Feeling.”
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