Im Bus nach Zülpich: Polizeistafette bringt Yves nach Hause

Von: Paul Kemen
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Eschweiler. Nachdem der siebenjährige Yves am Montag aus der Schule nicht nach Hause gekommen war und Eltern, Verwandte, Freunde und Polizei über Stunden in Atem gehalten hat, gab es noch am selben Abend Entwarnung.

Der kleine Mann war in Zülpich (Kreis Euskirchen) aufgegriffen und der Polizei übergeben worden. Mit einer Streifenwagenstafette, an der Polizisten aus Euskirchen, Düren und Aachen beteiligt waren, wurde der kleine Mann am späten Abend nach Hause in die Arme seiner Eltern gebracht.

Bereits da war erkennbar, dass Yves offenbar nicht das Opfer einer Straftat geworden war, sondern wahrscheinlich „auf eigene Rechnung” eine Tour durch die Gegend gemacht hatte.

Am Dienstag nun, als sich die Aufregung ein wenig geglättet hatte, sprachen die Aachener Vermisstenfahnder mit dem Jungen zu Hause und ließen sich dessen Odyssee genau erklären. Demnach habe die Mutter ihren Sohn an der Schule in Eschweiler abholen wollen. Dort hatten sich die zwei aber offenbar verpasst.

Also stieg der Junge wie gewohnt in einen Bus. Allerdings in den Falschen. So ging denn auch die Fahrt des voll besetzten Busses in die verkehrte Richtung. Und das über Stunden. Wobei der Junge immer dachte, gleich kommt das, was du kennst. Kam aber nicht.

Unterwegs stieg er nach eigenen Angaben drei oder vier Mal um. Klappte immer. Außer dann am Abend. Da sprach ihn ein Busfahrer in Zülpich an, wo der kleine Mann denn hin wolle. Als keine überzeugende Antwort kam, rief der aufmerksame Busfahrer die Polizei.

Die spendierte dem Kleinen erst einmal Getränke und päppelte ihn ein wenig auf. Später wurde anhand der Vermisstenmeldung klar, dass es sich bei dem Jungen um Yves aus Eschweiler handelt. Der Rest ist bekannt.

Bleibt festzuhalten: Der Junge ist keiner Straftat zum Opfer gefallen. Und: Die Busverbindungen ins Zülpicher Land sind klasse und kinderleicht zu handhaben. Siehe Yves.


Paul Kemen ist einer der Pressesprecher der Aachener Polizei.
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