Stolberg/Eschweiler - IG Metall-Warnstreiks: „Haben uns einen fairen Anteil verdient“

IG Metall-Warnstreiks: „Haben uns einen fairen Anteil verdient“

Von: Sonja Essers
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Demonstrationszug zum Willy-Brandt-Platz: Die IG Metall hatte zum Streik aufgerufen und rund 300 Mitarbeiter der Metallbetriebe aus Eschweiler und Stolberg waren diesem Aufruf gefolgt. Foto: Sonja Essers

Stolberg/Eschweiler. Mit Trillerpfeifen, Fahnen und Schals waren die Mitarbeiter der Metallbetriebe aus Stolberg und Eschweiler ausgerüstet, die am Mittwoch durch die Stolberger Innenstadt zogen. Die IG Metall hatte zum Streik aufgerufen und rund 300 Teilnehmer waren diesem Aufruf gefolgt.

Von zwei Seiten zog man zum Willy-Brandt-Platz. Während sich die eine Hälfte an der Werkseinfahrt der Firma Aurubis traf, ging es für die andere Hälfte am Bastinsweiher los. Angekommen am Willy-Brandt-Platz, startete die Kundgebung. „Gut, dass wir heute hier sind! Gut, dass wir heute so viele sind! Denn es ist bitter notwendig, dass wir in dieser Tarifbewegung massiv für unsere Forderung auf die Straße gehen“, sagte Martin Peters, Erster Bevollmächtigter der IG Metall.

Was genau gefordert wird? Sechs Prozent mehr Lohn und das Optionsrecht auf die sogenannte „kurze Vollzeit“. Das heißt eine 28-Stunden-Woche mit einem Entgeltzuschuss für Kindererziehung, Pflege, Schichten oder belastenden Arbeitszeiten. „Der Wirtschaft geht es gut wie lange nicht, die Bude brummt. Wir haben uns einen fairen Anteil verdient“, meinte Peters und fügte hinzu: „Sechs Prozent – das ist richtig! Sechs Prozent – das ist drin! Sechs Prozent – das haben wir uns erarbeitet!“

Zwei Prozent seien ab April angeboten worden und bis dahin eine Einmalzahlung von 200 Euro für insgesamt 15 Monate. „Das ist kein Angebot, sondern eine Provokation“, so Peters weiter. Diese zwei Prozent soll es zudem nur geben, wenn noch mehr und noch flexibler gearbeitet werde – ohne Zuschläge für Überstunden. „Das ist schlicht unverschämt“, schlussfolgerte Peters.

Vor das Mikrofon traten am Nachmittag auch Jürgen Mülle-gans, Betriebsratsvorsitzender von Berzelius Stolberg, und Michael Gaugel, Betriebsratsvorsitzender der Firma Albert Hoffmann in Eschweiler. Beide sind auch Mitglieder der Tarifkommission Nordrhein-Westfalen. „Wir fordern Arbeitszeiten, die zu unserem Leben passen“, meinte Müllegans, und Gaugel ergänzte: „Liebe Arbeitgeber, wir sagen euch: Wer Fachkräfte will, muss auch etwas dafür tun.“

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