Hunderttausende Pollen blasen zum Angriff auf die Atemwege

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Pollenalergie
In Deutschland leiden 30 Millionen Menschen an Allergien verschiedenster Formen. Ursächlich dafür sind mikroskopisch kleine Pollen, Staub in der Luft, Schimmelpilze, Milben, Tierhaare, Nahrungsmittel und vieles mehr. Foto: dpa

Eschweiler. Wer an unergründlichem Juckreiz leidet oder zurzeit andauernd niesen muss, erhält beim 33. Medizinforum unserer Zeitung wertvolle Tipps, wie man sich bei Allergien verhalten soll.

„Allergie - das richtige Management” heißt es am Dienstag, 14. Juli, im Kulturzentrum Talbahnhof. Ab 19 Uhr steht ein erfahrenes Expertenteam unter Leitung von Professor Dr. Carl-Johannes Schuster für Fragen unserer Forumsbesucher zur Verfügung.

Vor allem die aggressiven Birkenpollen, die bei steigenden Temperaturen in die Luft geschleudert werden. Man schätzt, dass ca. 150.000 Pollen pro Tag Nasen, Schleimhaut und Atemwege reizen. Aber auch Erle, Haselnuss, Gräser, Getreide und Wildkräuter wie Beifuß, Wegerich und Brennnessel können allergieauslösend wirken und zu Heuschnupfen, Asthma bis zu Neurodermitis führen. Diese drei Erkrankungen werden auch unter den Begriff „Atopie” zusammengefasst.

Jeder siebte Mensch in Deutschland hat Heuschnupfen. Winzige Pollen lassen bei Heuschnupfen die Augen tränen und die Nase laufen. Bei der allergischen Rhinitis schwellen die Nasenschleimhäute an, es kommt zu quälenden, immer wieder auftretenden Niesattacken. Bei dem so genannten Fließschnupfen werden pro Stunde bis zu 20 Milliliter Flüssigkeit sezensiert.

An einer Neurodermitis leiden in Deutschland ca. 5 Millionen Menschen. Ist ein Patient sensibilisiert, bilden sich vorwiegend an Armbeugen und Kniekehlen, am Hals und im Rücken entzündende, juckende, rote Ekzeme. Ganz vereinfachtlässt sich dieser Mechanismus wie folgt klären. Ein Allergen wird von einer antigenspezifischen Zelle aufgenommen und zu den Immunzellen transportiert.

Diese senden dann Botenstoffe aus, die andere Zellen (Mastzellen und Granzlozyten) aktivieren, die dann die Hautveränderungen hervorrufen. Eine ähnliche Sensibilisierung führt auch zu Heuschnupfen und Asthma Bronchiale.
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