Hunderte Pakete für das Weihnachtsmahl

Von: Daniel Gerhards
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Jede Menge Lebensmittelkisten: Karin Schmaling und die Helfer von der Eschweiler Tafel haben gestern mehr als 400 Weihnachtspakete an die Tafelkunden verteilt. Foto: Daniel Gerhards

Eschweiler. Die Schlange vor dem Gemeindezentrum St. Michael wird immer länger. Dort warten am Mittwoch die Kunden der Eschweiler Tafel auf eine Weihnachtskiste. Mehr als 400 Stück stehen bereit, damit die Familien zu Weihnachten ein festliches Mahl zubereiten können. Die Weihnachtskisten-Aktion ist eine Kooperation unserer Zeitung, der Tafeln in der Region und des WDR.

Ein Tag zuvor ist Karin Schmaling, 1. Vorsitzende der Tafel, ziemlich nervös. Morgens um 9 Uhr sind zwar schon einige Pakete da, aber die meisten Tische im Großen Saal des Gemeindezentrums sind noch leer. Schmaling hofft vor allem auf eines: genügend Lebensmittelkisten für alle Tafelkunden. Denn trotz aller vorweihnachtlichen Spendenbereitschaft hatte die Tafel im vergangenen Jahr zu wenige Kisten für die 500 Familien, die die Tafel regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt.

Einige Stunden später ist Schmaling schon wesentlich entspannter. Gegen Mittag stehen bereits 200 prall gefüllte, liebevoll verpackte Weihnachtskisten bereit. Bis zum Abend sind es mehr als 400. „Viele Leute wissen, dass wir im letzten Jahr zu wenige Kisten hatten. Das war für sie noch mal ein Ansporn uns zu unterstützen“, sagt Schmaling.

Neben den Kisten von vielen einzelnen Eschweiler Bürgern spendeten die IG Metall, die Biker für Soziales Engagement, das Berufskolleg, der Kindergarten Hastenrath, die Grundschule Weisweiler, die Realschule Patternhof, die Waldschule und mehrere Supermärkte Lebensmittel. Gespendet wurden auch viele Metzgerei-Gutscheine. Das sei sinnvoll, weil frisches Fleisch bis zum Weihnachtsfest verderben könne. Verteilt werden die Kisten nach Größe der Familie. Alleinstehende bekommen ein kleines Paket, Familien mit vielen Kindern ein richtig großes. Fazit: Diesmal sind genügend Lebensmittel für alle da.

All diese Kisten entgegenzunehmen und zu sortieren, ist eine ganze Menge Arbeit. Nur gut, dass unter den Tafel-Helfern auch Männer sind. Die tragen die schweren Kisten. „Tafelarbeit ist Knochenarbeit – besonders für die Männer. Die schleppen das ganze Jahr über“, sagt Schmaling.

Für die Mühe werden die ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter bei der Weihnachtskisten-Aktion aber auch entschädigt – durch die Freude der Beschenkten. „Einige Leute haben die Tränen in den Augen stehen, wenn sie ihre Kiste bekommen. Die zwei Tage sind für uns schon wie Weihnachten. Ich habe an einem Stück Gänsehaut“, sagt Schmaling. Die Aktion zeige den Leuten, dass man an sie denkt. „Für manche ältere alleinstehende Leute, die keine Familie mehr haben, ist das das einzige Weihnachtsgeschenk.“ All die Leute glücklich machen, könne die Tafel nur wegen der großen Unterstützung. „Eschweiler hat super Einwohner. Ich bin total stolz darauf, dass sie uns so eine Aktion ermöglichen“, sagt Schmaling.


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