Hundebegeisterte aus ganz Deutschland im Waldstadion

Von: jlm
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Prüfung in der Kategorie Unterordnung: Dazu zählte etwa das Bringen eines Gegenstandes über eine Kletterwand. Foto: Julia Meuser

Eschweiler-Pumpe. Aus ganz Deutschland und sogar aus Amerika zog es an diesem Wochenende Hundebegeisterte und Züchter ins Eschweiler Waldstadion. Dort fand von Freitag bis Sonntag die alljährliche Bundessiegerprüfung im Vielseitigkeitssport für Schutzhunde statt, ausgerichtet von dem Deutschen Verband für das Gebrauchhundewesen (DVG).

Um dorthin zu gelangen, musste sich jeder Teilnehmer bereits im Vorfeld seine „Fahrkarte“ in seinem jeweiligen Bundesland verdienen. 60 Hunde und Züchter traten nun schließlich in den Kategorien Fährte, Gehorsam- und Bringübung, sowie Schutzdienst gegeneinander an.

Um Hund und Herrchen an die Platzverhältnisse zu gewöhnen, gab es am Freitag die Möglichkeit des individuellen Trainings. Lisa Little mit ihrer Hündin Haylie from Marrax Place aus Kanada reiste bereits eine Woche im Voraus an, um sich und den Hund auch an die Witterungsverhältnisse zu gewöhnen. Eine große Umstellung für Hund und Mensch.

Die Unbefangenheitsprüfung

Samstag und Sonntag folgte dann der heiß ersehnte Wettkampf, auf den die Teilnehmer schon lange gewartet hatten. Denn für die fünf Besten sollte der Weg hier noch nicht enden: Sie werden bei der Deutschen Meisterschaft gegen die Besten der anderen Bundessiegerprüfungen antreten. Die besten Fünf dieses Wettkampfes qualifizieren sich wiederum für die Weltmeisterschaft.

Die Vierbeiner mussten ihr Können sowohl in der Fährtenarbeit, als auch in der sogenannten Unterordnung und im Schutzdienst beweisen. Bei der Unterordnung musste der Hund bekannte Übungen, wie zum Beispiel Leinenführigkeit, Freifolge, Sitzübung, aber auch das Bringen eines Gegenstandes auf einer Ebene und im Sprung über eine Hürde, oder über eine Kletterwand ausführen. Im Verlauf dieser Prüfung musste der Hund sich auch einer sogenannten Unbefangenheitsprüfung unterstellen, in der durch eine Gruppe geführt wird. Hier wird seine Sozialverträglichkeit getestet. Der Hund, der seine ganze und volle Aufmerksamkeit nicht dem Hundeführer, sondern anderen Personen der Gruppe schenkte, wurde bereits zu diesem Zeitpunkt disqualifiziert.

Bei dem Schutzdienst wurde indes der „Gehorsam des Hundes in Grenzfällen“ geprüft. Die Übung beginnt mit einer Streife nach dem Helfer, welcher von dem Hund gestellt wird. Solange der Helfer ruhig steht, muss der Hund ihn nur bewachen. Flieht der Helfer, darf der Hund die Verfolgung erst aufnehmen, wenn er vom Hundeführer die Anweisung erhält. Dann erst muss der Hund auf Distanz den Helfer stellen und einen möglichen Angriff abwehren.

Hundeverein feiert 50. Geburtstag

Bertram Eigenwillig mit seinem Hund Gizmo (Nord-Rheinland) erreichte als Einziger fast die Höchstpunktzahl von 300 Punkten. Sie erhielten 97 Punkte bei der Fährtenarbeit, 97 Punkte bei der Unterordnung und 98 Punkte beim Schutzdienst. Zweiter wurde mit 290 Punkten Mathias Dögel mit seiner Hündin Holle vom Holzhäuser Flur (Sachsen-Anhalt). Als einer von wenigen erreichte er die Höchstpunktzahl von 100 Punkten in der Kategorie Schutzdienst. Ulrike Haveron erreichte mit ihrer Hündin Kerry (Westfalen) mit 289 Punkten den dritten Platz.

Und auch nach der Siegerehrung einer erfolgreichen Bundessiegerprüfung war der Tag noch lange nicht vorbei, denn der Hundeverein Eschweiler Waldschule hatte ordentlich zu feiern – sein 50-jähriges Bestehen.

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