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Hospital stellt Weichen für die Zukunft

Von: se
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Blickte auf die kommenden Jahres des St.-Antonius-Hospitals: der geschäftsführende Vorstand Elmar Wagenbach.

Eschweiler. Veränderung und Strategie – darum ging es beim traditionellen Neujahrsempfang des St.-Antonius-Hospitals. Dies wurde nicht nur in den Reden von Dr. Andreas Frick, Kuratoriumsvorsitzender des Krankenhauses, und Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des Eschweiler Hospitals, deutlich.

Nachdem Frick die vielen Gäste im Elisabethheim begrüßt hatte, ging er auf die verschiedenen Perspektiven ein, von denen aus das Hospital betrachtet werden kann. Mögliche Blickwinkel wie Historie, Werte, persönliche und subjektive Erfahrungen versuchte er bildlich zu vereinfachen.

„Bei dem großen und allen sichtbaren Neubau auf dem achten Obergeschoss macht es neugierig, dieses Haus und unsere Stadt von dort aus, also von oben anzusehen“, erklärte er und fügte hinzu: „Der große Kran ist weg, noch landen auf dem achten Obergeschoss keine Hubschrauber, aber die Neugierde für diese Perspektive ist bei vielen berechtigterweise groß.“

Blick auf die Stadt

So stelle Frick beim Richtfest im vergangenen Monat fest: „Auch wer von ganz oben auf unser Hospital und die Stadt schaut, kommt aus dem Staunen nicht heraus.“ Für das neue Jahr wünscht sich der Kuratoriumsvorsitzende, dass man „das Hospital immer neu von innen und mit innerer Beteiligung ansehen.“ Sein Dank galt den Mitarbeitern nicht nur für deren geleistete Arbeit, sondern auch für deren Geduld, die Störungen der Umbauarbeiten hinzunehmen.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand vor allem die Zukunftsperspektive des Hauses. Darauf ging auch Wagenbach, der die Geschäftsleitung des Hospitals vor zehn Jahren übernahm, in seiner Rede ein.

Er stellte den Anwesenden seine Vision vor: „Das St.-Antonius-Hospital Eschweiler ist 2018 ein herausragendes und leistungsstarkes Gesundheitszentrum der Stadt und der Euregio, getragen von höchster Kompetenz und Qualität.“ Sicherheit, Service und Sorgfalt, die Attraktivität für Patienten und Mitarbeiter sowie ein hochkompetentes medizinisches Versorgungsteam stehen dabei im Mittelpunkt.

„Ist das nicht selbstverständlich? Ist das überhaupt eine Vision?“, fragte Wagenbach und verwies auf die Realität, in der Krankenhäuser, die von der Insolvenz bedroht sind, unter massivem Personalmangel leiden oder nur profitorientiert arbeiten, keine Seltenheit sind. „Es ist unseres Erachtens immens wichtig, dass sowohl unsere Patienten und auch Mitarbeiter wissen, wofür das St.-Antonius-Hospital steht, heute und auch in der Zukunft.“

Um diese Vision erfolgreich umzusetzen, wurden beim Strategieprozess „SAH 2018“, der im vergangenen Jahr stattfand, sechs konkrete Ziele festgelegt. Zufriedene und kompetente Mitarbeiter, Wertschätzung, Offenheit, Transparenz und Lösungsorientierung, hocheffiziente Leistungen zählen genauso dazu wie die Ziele, zu den führenden medizinischen Versorgungsunternehmen in der Region zu zählen, aus eigener Kraft zu wachsen und als ein eigenständiges, modernes und katholisches Krankenhaus ein starker Partner in der Indestadt zu sein.

Dabei handle es sich jedoch um einen dauerhaften Prozess, wie Wagenbach erklärte. „Eine Vision muss bekannt und akzeptiert sein, damit sie auch Realität werden kann.“ Um diese zu erreichen, habe man sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter des Hospitals früh in den Strategieprozess eingebunden. „Somit bestand für alle die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zur Zukunft des St.-Antonius-Hospitals und den Weg dorthin in den Strategieprozess mit einzubringen.“

Ein besonderes Erlebnis während dieses Prozesses habe im vergangenen Monat stattgefunden. Am 19. Dezember haben sich die Führungskräfte des Hauses in einer Konsenskonferenz mit ihrer Unterschrift zum Strategieprozess „SAH 2018“ sowie dessen Zielen und Umsetzung bekannt. „Nun liegt es an uns, die Zukunft aktiv zu gestalten“, schloss Wagenbach.

In seinem anschließenden Vortrag „Dauerbaustelle oder gezieltes Changemanagement? SAH 1850 bis 2014“ gab Professor Dr.-Ing. Jürgen Pick, langjähriges Kuratoriumsmitglied und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender, einen interessanten Rückblick auf die bauliche Entwicklung des Hospitals. Dr. Stefan Drauschke, Geschäftsführer der NextHealth GmbH Berlin, hielt einen Vortrag über „Die Bedeutung einer Strategie im Changemanagement“ und blickte darin auch auf den Strategieprozess des Hospitals im vergangenen Jahr zurück.

Das Schlusswort hatte an diesem Nachmittag Dr. Eberhardt Schneider, stellvertretender ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Fachübergreifende Frühreha, der kurzfristig für den ärztlichen Direktor, Privatdozent Dr. Alexander Bach, einsprang und damit zeigte, dass er in der Lage ist, Veränderungen schnell umzusetzen.

Musikalische Untermalung

Für die musikalische Untermalung sorgte das Phoenix-Quartett, bestehend aus Hans Jürgen Breuer, Hubert Deutz und Holger Gilles an der Trompete sowie Hermann-Josef Schmitz am Keyboard, das die Gäste bestens unterhielt. Nach dem offiziellen Teil nutzten die zahlreichen Gäste die Gelegenheit zum Gespräch.

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