Eschweiler/Aachen/Berlin - Hohe Auszeichnung für Eschweiler Meisterdesignerin

Hohe Auszeichnung für Eschweiler Meisterdesignerin

Von: rpm
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Auszeichnung für Ronny Vander-Vreken (links), Robert Hansel und Anke Vander-Vreke. Der Preis wurde ins Leben gerufen, um die Innovationskraft und Kompetenz des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks herauszustellen. Foto: Kuratorium „Dr. Murjahn-Förderpreis“

Eschweiler/Aachen/Berlin. 1999: Gründung der Firma „Farbe Licht Raum“. 2003: Zweiter Platz beim „Vision“-Preis für Unternehmerinnen der Gründerregion Aachen. 2009: Gründung der Firma Vander Vreken Malerwerkstätte, 2013 Maler des Jahres.

Heute? Auszeichnung beim Dr. Murjahn-Förderpreis 2015 in Berlin für wegweisende Projekte und außergewöhnliche Initiativen im Maler- und Lackiererhandwerk.

Und morgen? Anke Vander-Vreken lächelt verschmitzt, gibt sich aber zurückhaltend. Jetzt ist sie erst einmal wieder für ihre Kunden in der Region da, hat Aufträge abgeschlossen und arbeitet bereits an neuen Projekten.

Eines haben diese gemeinsam: Es dreht sich immer alles um Farbe. „Farbe war schon immer meine Leidenschaft!“ Aber die 51-Jährige nutzt Farbe nicht nur zum Anstreichen, für sie ist das Ganzheitliche sehr wichtig. „Bei uns kommt alles aus einer Hand, wenn der Kunde das möchte. Und diesen Mehrwert weiß er eben zu schätzen“, sagt die Unternehmerin.

Auf Gut Merzbrück hat sich die Malermeisterin – sie hat übrigens als Meisterdesignerin die Akademie des Handwerks Gut Rosenberg der Handwerkskammer Aachen abgeschlossen und dort auch als Dozentin ihr Wissen weitergegeben – zwei unterschiedliche Standbeine aufgebaut: „Farbe Licht Raum“ ist der kreative Gestalter, die Vander-Vreken-Malerwerkstätte eher ein klassischer Betrieb samt besonderer Techniken. Hier arbeiten ein Meister und fünf Gesellen.

„Außergewöhnliche Leistungen“

In beiden Betrieben ist Anke Vander-Vreken Geschäftsführerin, ihr zur Seite stehen Ronny Vander-Vreken (Malerwerkstätte) und Robert Hansel (Farbe Licht Raum). Wie der Name es schon ahnen lässt, geht es hier um Raumgestaltung – mit Farben, Licht, Böden und Möbeln, komplette Baubegleitung inklusive. In den hauseigenen Werkstätten mit Tischlerei wird Gewerke übergreifend gearbeitet, werden Konzepte ganzheitlich umgesetzt. Das fängt bei der detailgetreuen Zeichnung an, geht über Materialcollagen und hört beim gestalteten Geschäftsbrief noch lange nicht auf. Beispiel Meurer Landtechnik: Durch die Unternehmensberatung seitens der Handwerkskammer sind der Eschweiler Betrieb und die Malermeisterin zusammengekommen. Bei Meurer sollten die Verkaufsräume neugestaltet werden. Ein neues Erscheinungsbild, Logoentwurf, Geschäftspapiere, Lichtplanung, Erneuerung der Verkaufstheke, Wandgestaltung. „Immer unter dem Aspekt der Nutzbarkeit“, betont Anke Vander-Vreken. Das sei ganz wichtig, es sei schließlich ein Unterschied, ob man einen Landmaschinenbetrieb oder eine Arztpraxis gestalte. Dort kommen schwere Maschinen zum Einsatz, hier wird filigran gearbeitet – in beiden Räumen ist die Atmosphäre nach der Umgestaltung stimmig.

Die renommierte Handwerksakademie Gut Rosenberg hat der Meisterdesignerin geholfen, den Blick für all das zu öffnen. Dort habe sie gelernt, mit anderen Gewerken Hand in Hand zu arbeiten.

Mit drei Gestaltungsentwürfen hatte sich Anke Vander-Vreken beim Dr. Murjahn-Förderpreis beworben. Mit ganz besonderem Erfolg: „Die eingereichten Projekte zeigen deutlich und eindrucksvoll, dass Farbe Stimmung, Orientierung, Gestaltung und Atmosphäre in gleichem Maße sein kann. Die besonders gelungenen Beispiele zeichnen sich durch ihren ganzheitlichen Gestaltungsansatz aus. Neben Farbgebungen hat der Malerbetrieb von Anke Vander-Vreken sich in überzeugender Weise mit weiteren für die Innenraumkonzeption maßgeblichen Faktoren befasst. So wurden Möblierung, Logoentwürfe, Beschilderungen und sogar die Lichtplanung vorbildlich einbezogen. Die Gestaltungen vermitteln Anspruch, schaffen Stimmungen und heißen willkommen. Die ganzheitlichen Konzepte vereinen Funktion, Form und Material in großartiger Weise und zeigen exemplarisch auf, welche außergewöhnlichen Leistungen das Malerhandwerk zu bieten hat.“

Die Preisverleihung im Meistersaal des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin war eingebunden in eine Veranstaltung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, der Partner des Förderpreises ist.

Preis setzt Impulse

Auch Preisstifter Dr. Klaus Murjahn und der Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, Karl-August Siepelmeyer, würdigten die hohe Qualität der eingegangenen Bewerbungen. Die – so waren sich alle Beteiligten einig – zeigten, dass einem um die Zukunft des Malerhandwerks nicht bange sein muss. Dr. Murjahn dankte allen Beteiligten, die den Preis unter Leitung des Kuratoriums-Vorsitzenden Erich Dietz zum Erfolg geführt haben. Zuvor hatte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke auf den impulsgebenden Charakter des Förderpreises verwiesen, der Fachbetriebe, Einzelpersonen oder Bildungseinrichtungen auszeichnet, die durch herausragende Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben.

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