Hörmobil macht Station in der City

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Eschweiler. Hörminderungen sind weiter verbreitet als vielfach angenommen. Das zeigen auch die Ergebnisse der großen Hörtour 2013 der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH), bei der über 27.000 Hörtests durchgeführt wurden

Bereits bei 10 Prozent der Jugendlichen unter 20 Jahren wurden leichte bis mittlere Hörminderungen festgestellt. Von den Erwachsenen von 21 bis 40 Jahren hören 25 Prozent nicht mehr einwandfrei. Mit zunehmendem Lebensalter ist die Tendenz weiter steigend: In der Altersgruppe der 41- bis 60-Jährigen nimmt der Anteil der Hörminderungen signifikant auf 57 Prozent zu.

Mit über 60 Jahren sind 83 Prozent von Einschränkungen des Gehörs betroffen. Die Ergebnisse sind Grund genug, auch im Jahr 2014 auf Hörtests und Hörprävention im Rahmen der bundesweiten Hörtour zu setzen. Am Montag macht die Fördergemeinschaft Gutes Hören Station in Eschweiler.

Das dort eingesetzte Hörmobil bietet den Besuchern auf dem Vorplatz von P&C neben kostenlosen Hörchecks auch qualifizierte Beratungen und Informationen über den Hörsinn, Vorsorgemaßnahmen und das Hören mit modernen Hörsystemen. Die fachkundige Begleitung führen indestädtische Partnerakustiker zusammen mit dem FGH Team durch. So ist auch, falls notwendig, für die spätere professionelle Versorgung möglicher Hörminderungen gesorgt.

„Die häufigsten Ursachen für Hörminderungen liegen in den heutigen Lebensgewohnheiten“, sagt Christian Hastedt, Geschäftsstellenleiter der Fördergemeinschaft Gutes Hören und Koordinator der Hörtour 2014. Und weiter: „Ob am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, unser Gehör ist einer ständigen Beschallung ausgesetzt, die zu Verschleißerscheinungen führt. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung – immer mehr Menschen werden immer älter – ergibt sich hier ein großer Handlungsbedarf: Aufklärung über Vorsorgemaßnahmen und eine regelmäßige Überprüfung des Hörvermögens sind notwendig, um Hörvermögen, Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu gewährleisten.“

Viele Menschen lassen ihr Gehör erst dann überprüfen, wenn sie auf ihr schlechtes Verstehen hingewiesen werden oder sie selbst Einschränkungen feststellen. Das ist nach Expertenmeinung viel zu spät, denn die so genannte Hörentwöhnung sollte gar nicht erst eintreten. Frühzeitig erkannte Hörminderungen können durch die moderne Hörakustik effektiv ausgeglichen werden. Die Lebensqualität bleibt so erhalten. Das Hörmobil steht am Montag von 10 bis 18 Uhr in der Marienstraße auf dem Vorplatz von P&C in Eschweiler.

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